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UFC setzt Rousimar Palhares vor die Tür

Rousimar Palhares' UFC-Karriere ist vorerst beendet. (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Es hat sich ausgehebelt! Rousimar Palhares wird aufgrund von unsportlichem Verhalten nicht mehr im Octagon der UFC kämpfen. UFC-Präsident Dana White verkündete die knallharte Entscheidung am Donnerstag in einer Nachrichtensendung auf dem US-Sender ESPN.

Palhares konnte sich am Mittwoch bei UFC Fight Night 29 gegen Mike Pierce durchsetzen. Nach gerade einmal 30 Sekunden schnappte sich der Brasilianer das Bein seines Gegners und zog einen Ankle Lock durch. Pierce klopfte ab und der Ringrichter griff in das Geschehen ein. Palhares löste den Aufgabegriff jedoch erst einige Sekunden später und nahm damit schwerwiegende Verletzungen seines Gegners in Kauf.

„Das ist das zweite Mal, dass Palhares einen Aufgabegriff nicht locker lassen wollte“, erklärte White gegenüber Jeremy Schaap. „Ich werde ihn entlassen. Das war es für ihn.“

Schon vor drei Jahren sorgte Palhares mit einer ähnlichen Aktion in der UFC für Aufsehen. Gegen Tomasz Drwal sicherte sich der Brasilianer zügig einen Heel Hook, doch obwohl Drwal abklopfte und der Ringrichter Palhares zum Lösen des Griffes aufforderte, zerrte dieser weiter am Bein seines Kontrahenten herum. Palhares wurde daraufhin für 90 Tage von der Sportkommission New Jerseys suspendiert. Auch auf Grappling-Wettbewerben zeigte er in der Vergangenheit ähnliche Aktionen.

Via Twitter äußerte sich Palhares zu seinem letzten Kampf wie folgt: „Ich wollte nie jemanden verletzen. Als Jiu-Jitsu-Kämpfer suche ich immer den Aufgabegriff, ich würde meinen Gegnern aber nie Schaden zufügen wollen. Ich respektiere die Entscheidungen der UFC und habe noch größeren Respekt vor meinem Gegner Mike Pierce. Ich wollte ihm nicht wehtun – nur den Kampf vorzeitig beenden.“

Palhares trat zwölfmal für die UFC an und konnte dabei acht Auseinandersetzungen für sich entscheiden. In Zukunft wird er wieder auf kleineren Events kämpfen müssen.