MMA Restliche Welt

UFC Rio Erlebnisbericht

Dana White, Anderson Silva und Yushin Okami. (Alles Fotos von Tobias Bunnenberg)

Tobias Bunnenberg war für GroundandPound bei UFC 134. Über seine Erfahrungen in Rio de Janeiro hat er für uns einen Erlebnisreport verfasst. Eine große Bildergalerie zu Tag 1 findet ihr auf unserer Facebookseite.

07:00 Uhr. Mein Taxi zum Nationalen Flughafen von São Paulo holt mich püntklich auf die Minute ab, was leider nicht immer der Fall ist. Fahrt zum Flughafen geht flott, was bei den Verkehrsverhältnissen in SP leider ebenfalls die Ausnahme ist.

07:45 Uhr. Check-In verläuft ebenfalls ohne Komplikationen. Ich kann sogar eine Maschine eher nehmen, weil meine Fahrt zum Flughafen schneller als erwartet verlief.

09:30 Uhr. In Rio de Janeiro – Flughafen Santos Dumont angekommen. Schnell ein Taxi geschnappt und auf dem Weg zu meiner Unterkunft  bei dem Onkel meiner Frau gemacht. Taxifahrer macht einen netten Eindruck, und wir unterhalten uns angeregt über die UFC 134 Veranstaltung, die am Samstag stattfinden wird. Er scheint ein Experte zu sein und berichtet mir bereits vom Training, das am Tag zuvor stattgefunden und den Verkehr an der Copacabana teilweise lahm gelegt hat. Er befürchtet, dass Big Nog verlieren wird, was ich ehrlich gesagt auch glaube. Bei meiner Taxifahrt zum Flughafen am Sonntag muss ich leider feststellen, dass der Taxifahrer mich übers Ohr gehauen hat, denn bei der Rückfahrt bezahle ich nur die Hälfte. Leider in RJ kein Einzelfall, dass es Taxis mit manipulierten Taximetern gibt.

10:30 Uhr. Schnell bei den Verwandten eingecheckt und meine Sachen abgestellt. Glücklicherweise habe ich eine Fahrgelegenheit zum Copacabana Place, wo die Pressekonferenz stattfinden soll, und kann schlitzohrigen Taxifahrern entgegen.

11:30 Uhr. An der Copacabana angekommen. Das 5-Sterne-Luxushotel macht einen sehr guten Eindruck. Direkt am Copacabana Strand. Ich frage mich an dieser Stelle, warum ich eingentlich im sehr hässlichen SP wohne und nicht in Rio de Janeiro, der schönsten Stadt der Welt.

12:30 Uhr. Es haben sich bereits diverse Presseleuten eingefunden. Hauptsächlich Brasilianer, aber auch einige Japaner sowie ein sehr bekanntes Journalistengesicht in Form von Ariel Helwani. Ich spreche ihn kurz an und schieße ein Foto von ihm. Er kann sich an GnP erinnern und sagt, dass er von uns in England interviewt wurde. Von der UFC-Orga ist noch keine Spur, aber Junior Cigano und Royce Gracie lassen sich kurz blicken und ich kann die ersten Fotos schießen, die ich auch umgehend an die GnP-Redaktion schicke.

13:15 Uhr. Die Presse-Akkreditierung verläuft problemlos, und ich bekomme mein gelbes Bändchen, mit dem ich Zugang zur Pressekonferenz haben werde. Der Saal in, dem die Konferenz statt finden wird, ist nun geöffnet und ich suche mir einen guten Platz.

13:45 Uhr. Vor der Pressekonferenz findet in einen seperaten Raum ein kurzes Fotoshooting für eine Handvoll ausgewaehlter Journalisten statt. Einige Japaner, ESPN, Fox und Ariel sind dort, und ich versuche einfach, mit in den Raum zu gehen, was nach kurzer Verzögerung auch klappt, nachdem ich gesagt habe, dass ich nicht nur von GroundandPound bin, sondern von GroundandPound Germany. Der Zusatz scheint das Entscheidene gewesen zu sein, denn der Typ von der UFC-Orga sagt zu seiner Kollegin, dass ich der einzige Journalist aus Deutschland bin und daher mit rein darf. In dem recht kleinen Raum gibt es ein Büffet mit einigen Lachs- und Parmaschinken-Schnittchen sowie diverse Säfte. In dem Raum gibt es auch einige Sofas, auf den nun Big Nog, Shogun, Anderson Silva sowie Okami, Schaub und Forrest platz nehmen. Ich beginne sofort mit dem Fotografieren und schieße innerhalb von wenigen Minuten ca. 200 Fotos. Forrest Griffin macht einen sehr gelangweilten Eindurck und isst munter irgendwelche Vitaminpillen. Wie ich höre, ist sein Gewicht noch bei 216 Pounds. Hat also noch einiges vor sich, um auf 205 Pounds zu kommen. Die Manager Eduardo Alonso und Ed Soares sind auch dort, werden von mir natuerlich ebenfalls mehrfach fotografiert. Ich merke schon, dass ich heute einen schnellen Finger haben. Nach ca. 15 Minuten wird die sehr relaxte Fotosession beendet und ich mache mich auf zum Saal der offiziellen Pressekonferenz.

14:30 Uhr. Die Pressekonferenz geht los und verläuft ohne große Überraschungen. Dana White macht einen leicht genervten Eindruck. Woran es liegt, kann ich nicht sagen. Die japanische Dolmetscherin ist die totale Katastrophe, und daher wird Okami kaum etwas gefragt. Forrest scheint fast einzuschlafen und man merkt, dass er lieber woanders wäre. Die Konferenz ist recht schnell beendet und es wird in einen anderen größeren Saal geladen, in dem auch ein Büffet aufgebaut ist und es eine weitere Fotosession für nun alle Journalisten gibt. Hier merke ich, dass es bei diesem Büffet keine Lachs- und auch keine Parmaschinken-Schnittchen gibt. Bei den Journalisten scheint es also auch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zugeben, und die UFC unterscheidet, wer wichtig ist und wer nicht. Ich schieße noch etliche Fotos, u.a. von Babalu, der immer von 2-3 Schönheiten umgeben ist und dieses auch sehr zu genießen scheint. Außerdem bekomme ich noch Ninja, den Bruder von Shogun, vor die Linse sowie Pedro Rizzo, Rafael Cordeiro und einige andere Fighter. Pedro Rizzo scheint das Büffet gut zu schmecken und er haut ordentlich rein. Gut, dass er das erste Büffet nicht gesehen hat.

16:30 Uhr. Ich lade schnell die neuen Fotos auf meinen Laptop, und schicke die besten Bilder an die GnP-Redaktion. Wie ich von Tim gehört habe, muss man mit sowas immer schnell sein, daher gebe ich ordentlich Gas.

17:30 Uhr. Ich mache mich auf dem Heimweg und erwischen glücklicherweise einen ehrlichen Taxifahrer, der mich nicht übers Ohr haut.

18:30 Uhr. Ich komme in meiner Unterkunft an und verbringe den Rest des Abends mit dem Cousin meiner Frau, der auch ein großer UFC-Fan ist. Wir fachsimpeln noch etwas und er sagt mir, dass er am Freitag auch mit zum Wiegen und Q&A kommen wird, und zu der Veranstaltung am Samstag sowieso. Das hört sich gut an und ich kann damit wohl einigen Taxifahrern entgehen.