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UFC Fight For The Troops 2

Melvin Guillard stoppt Evan Dunham. (Foto via Zuffa LLC)

An einem Abend, an dem die Relevanz der Kämpfe in den Hintergrund geriet und den verwundeten Soldaten Platz machte, gab es dennoch einen Kämpfer, der hervorstach: Melvin Guillard hat mit seinem KO-Sieg in der ersten Runde über den favorisierten Evan Dunham die Chance genutzt, die sich durch den Ausfall von Kenny Florian geboten hatte. Nach dieser dominanten Leistung war Guillard auch nicht darum verlegen, einen Titelkampf zu fordern, schließlich gehörte Dunham zu den besten Kämpfer, die die Leichtgewichtsdivision der UFC zu bieten hat. Es dürfte relativ unwahrscheinlich sein, dass die UFC ihm diesen Wunsch bereits in seinem nächsten Kampf erfüllt, aber ein weiterer Sieg gegen den Gewinner des Kampfes George Sotiropoulos gegen Dennis Siver oder Carlos Condit gegen Chris Lytle würde seine Forderungen sicherlich untermauern. Dunham wird sich dagegen wieder hinten anstellen müssen.

Während Guillard zeigte, dass er zu den besten Kämpfern im Leichtgewicht gehört, konnte Matt Mitrione beweisen, dass er nicht mehr nur ein ehemaliger NFL Profi ist, der sich für den MMA-Sport interessiert. Nach seinem dominanten TKO-Sieg gegen Tim Hague kann Mitrione vier Siege hintereinander im Octagon aufweisen und ist damit in seiner MMA-Karriere noch immer ungeschlagen. Der chancenlose Hague dürfte mit diesem wenig beeindruckenden Auftritt auch seine dritte Chance in der UFC verspielt haben, während Mitrione auf höhere Aufgaben wartet.

UFC-Präsident Dana White hatte Mark Hominick einen Titelkampf gegen Federgewichtschampion Jose Aldo versprochen, wenn er George Roop besiegt. Davon angestachelt ließ Hominick seinem Gegner keine Chance und dürfte nach dem gerade mal 1:28 Minuten andauernden Kampf auch noch frisch genug sein, um bei UFC 129 tatsächlich gegen Aldo antreten zu können.

Während Hominick der KO-Sieg gelang, wollte Pat Barrys Gegner an diesem Abend einfach nicht umfallen. Joey Beltran wurde von Barry mit harten Lowkicks bearbeitet, so dass er zum Ende des Kampfes kaum stehen konnte. Trotzdem ging Beltran immer wieder auf Barry los, ohne jedoch richtige Wirkungstreffer landen zu können. Barrys bessere Technik und einige schöne Kicks zum Kopf brachten ihm schließlich den einstimmigen Punktsieg.

Diesen konnte auch Matt Wiman gegen Cole Miller für sich verbuchen. In einem relativ einseitigen Kampf dominierte er den chancenlosen Miller nach Belieben. Dieser für viele doch überraschend deutliche Sieg dürfte Wiman in seinem nächsten Kampf einen Top-10-Gegner bescheren, während Miller das Schicksal von Dunham teilen und sich in der langen Schlange von potenziellen Herausforderern im Leichtgewicht hinten anstellen muss.