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UFC droht angeblich Kämpfern

Die UFC ist bekannt für ihre aggressive Geschäftspolitik, hart an der Grenze der Legalität. Zahlreiche Konkurrenten, Sponsoren, Journalisten und Kämpfer mussten diese Lektion bereits auf die harte Tour lernen. Nun ist ein neuer Fall aufgetreten, der Mafia-Vergleiche auslösen wird. Die kanadische Zeitung „The Vancouver Sun“ berichtet:

„Die jüngste Kontroverse kam ans Tageslicht, als Berichten zufolge Manager gewarnt wurden, dass deren Schützlinge im Falle eines Auftritts im Konkurrenz-Produkt von EA, nie wieder für die UFC kämpfen würden. Die UFC und Spieleentwickler THQ veröffentlichten vor einigen Wochen ‚UFC: Undisputed 2009‘ für Xbox360 und PS3, welches ein riesiger Erfolg wurde.

Im Vorfeld drohte  die UFC bereits Weltergewichts-Star Jon Fitch und seinem Team mit Kündigung. Er hatte sich nämlich geweigert, seine Persönlichkeitsrechte für Videospiele auf Lebenszeit kostenlos an die UFC abzutreten. Fitch und die Besitzer der UFC, die Fertitta-Brüder, kamen schließlich zu einer Übereinkunft und der Kämpfer kehrte zurück in den Kader. Sein nächster Auftritt war im Vorprogramm eines UFC-Events, fernab der Fernseh-Übertragung.“

 

Das Gerücht tauchte zunächst im MMA-Forum „The Underground“ auf und wurde später bestätigt von Ken Pavia, einem der berühmtesten Spielerberater des Sports. Inwiefern die UFC diesen Kurs durchziehen wird ist hingegen fraglich. Im MMA-Spiel von Electronic Arts werden voraussichtlich so bekannte Kämpfer wie Randy Couture, Fedor Emelianenko, Nick Diaz und viele mehr auftauchen. Diese lebenslang aus der UFC zu verbannen, käme einem Selbstmord gleich. Vielmehr ist zu vermuten, dass Dana White hofft, einige Kämpfer abzuschrecken und so den Konkurrenten zu schwächen.

Letztendlich ist es ein weiteres Lehrstück, wohin ein zumindest gefühltes Monopol führt und warum Konkurrenz wie Affliction und Strikeforce so wichtig ist für alle Beteiligten.