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GnP Awards 2013 International: Kämpfer des Jahres

GnP Awards 2013 International: Kämpfer des Jahres

Der Sieger steht fest und Ihr habt ihn gewählt. Der GnP-Award für den international besten Kämpfer 2013 geht an: Chris Weidman. Die Groundandpound.de-Leser wählten ihn mit 31.90 % vor Cain Velasquez und Vitor Belfort.

2013 war ein erfolgreiches Jahr für den UFC Mittelgewichtschampion Chris Weidman (11-0). Indem er im Juli 2012, bei UFC on Fuel TV, den früheren Titelaspiranten Mark Munoz im Hauptkampf des Abends spektakulär ausknocken konnte, sicherte sich der US-Amerikaner das Recht auf einen Titelkampf gegen den Regenten der Königsklasse: Anderson Silva. Ein Jahr später entthronte er den polarisierenden Champion bei UFC 162 mit einer dominanten Leistung durch K.o. und ließ keinen Zweifel daran, dass nun die „Ära Weidman“ in der Mittelgewichtsklasse begonnen hatte. Und das im erst zehnten MMA-Kampf seiner Karriere.

Nachdem Chris Weidman im Februar 2009 seine Karriere als Profi-MMA-Kämpfer im Alter von 25 Jahren begann, ahnte noch niemand, dass aus ihm ein UFC-Champion werden sollte. In seinem Debüt bei Ring of Combat 23 gewann er nach nicht einmal zwei Minuten durch Submission mit einem Kimura. Drei weitere Male war er für die Organisation tätig und konnte dort zwei T.K.o.-Erfolge einfahren, während er nur einmal über die volle Distanz ging. Dann klopfte die UFC bei dem New Yorker an die Tür.

Sein UFC-Debüt feierte Weidman gegen Alessio Sakara und bewies sich selbst, dass er mit dem UFC-Niveau mithalten kann. Der Italiener verlor einstimmig nach Punkten und war dem Serra-Longo-Fight-Team-Mitglied ringerisch deutlich überlegen. Auf sich aufmerksam machen konnte der Amerikaner auch gegen Jesse Bongfeldt, den er im Stand mit einem Guillotine Choke in Runde eins den Garaus machte. Tom Lawlor war sein nächstes Opfer. Dieser klopfte, ebenfalls in Runde eins, wie sein Vorgänger in einer Submission ab. Im D'Arce Choke drückte Weidman ihm die Luft und gleichzeitig die Blutzufuhr zum Gehirn ab.

Unnötig zu erwähnen, dass sich langsam immer mehr Augen auf das vielversprechende Talent richteten. Nach einem weiteren Punktsieg über Demian Maia, im Januar 2012, wurden erste Rufe nach einem Titelkampf laut.

In seinem erst fünften UFC-Fight, seinem neunten MMA-Kampf überhaupt, stand er daraufhin zum ersten Mal im Hauptkampf einer UFC-Veranstaltung. Das Ergebnis war ein Knock-out-Erfolg gegen Mark Munoz. Mit einem harten Ellenbogen und wuchtigen Fäusten beendete Weidman den Kampf und stand schlussendlich als Titelanwärter von Anderson Silva da.

Zwar sollte er zuvor gegen Tim Boetsch antreten, doch eine Schulterverletzung forderte eine lange Auszeit, ebenso wie die amerikanische Tragödie um „Hurricane Sandy“, mit der sich der Familienvater herumschlagen musste. Seine Rückkehr nach der Verletzung war schließlich um die Krone der UFC. Dort konnte er Anderson Silva stürzen, indem er den zu Späßen aufgesetzten Champion K.o. schlug. Wenig später wurde ein Rückkampf angesetzt, doch auch hier zog Silva den Kürzeren. Der Brasilianer schien zu keiner Zeit die Kontrolle im Kampf übernehmen zu können und wurde bereits in Runde eins zu Boden gebracht. Im zweiten Durchgang brach sich „The Spider“ schließlich einen Beinknochen. Als Weidman einen Lowkick von Silva blockte, zerschellte dessen Schienbein am Knie des amtierenden Champions.

Zweimal machte Weidman eine gute Figur gegen den von vielen als „Meister aller Klassen“ angesehenen Silva. Seine nächste Herausforderung wartet nun in Form von Vitor Belfort. Man darf gespannt sein, wie die Reise des „All-American“ weitergeht.

Die Ergebnisse der Wahl im Überblick:
1. Chris Weidman 31.90%
2. Cain Velasquez 27.20 %
3. Vitor Belfort 16.77 %
4. Jon Jones 10.43 %
5. Demetrious Johnson 07.36 %
6. Urijah Faber 06.34 %