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UFC 155 bekommt weitere Verstärkung

Brad Pickett beim Wiegen vor seinem Kampf in Nottingham, im vergangenen September. (Foto: Dorian Szücs/GroundandPound)

Die traditionelle Jahresabschluss-Veranstaltung der UFC in Las Vegas war schon seit ihrer Ankündigung stark besetzt, mittlerweile ist sie allerdings von oben bis unten voll von namhaften Kämpfern und vielversprechenden Ansetzungen. Nun sind zusätzlich zwei Kämpfe im Feder- bzw. Bantamgewicht auf das Programm genommen worden, die beide einige Bedeutung für ihre jeweilige Gewichtsklasse haben könnten.

Im Federgewicht wird Erik Koch (13-1) nach über einem Jahr Zwangspause wieder ins Octagon zurückkehren. Koch sollte eigentlich am 13. Oktober in Rio de Janeiro gegen José Aldo antreten, musste den Kampf jedoch verletzungsbedingt absagen. Die Titelchance ist damit ebenfalls futsch für den 24-jährigen Duke Roufus-Schüler, stattdessen muss er nun zum Jahresende gegen einen anderen starken, aber bisher wenig bekannten Kämpfer antreten. Für Koch also ein Desaster, könnte man meinen – profitieren kann von diesem Kampf nämlich vor allem sein neuer Gegner.

Dieser Gegner heißt Ricardo Lamas (12-2) und hat sich seit seinem UFC-Debüt im Juni 2011 still und heimlich eine Bilanz von drei Siegen ohne Niederlage erkämpft und dabei u.a. Cub Swanson und Hatsu Hioki geschlagen. Falls er im nächsten Monat auch an Erik Koch vorbeikommen sollte, würde ihn das in den Ranglisten höchstwahrscheinlich ein großes Stück nach oben katapultieren.

Im Bantamgewichtskampf zwischen Eddie Wineland (19-8-1) und Brad Pickett (22-6) werden kurz vor Silvester zwei Kämpfer in den Käfig steigen, die beide aus der WEC in die UFC gewechselt sind und in beiden Organisationen zusammen acht Bonuszahlungen für den besten Kampf-, K.o.- oder die beste Submission des Abends ansammeln konnten.

Wineland hatte mit Niederlagen gegen Urijah Faber und Joseph Benavidez einen schweren Start in der UFC. Im Juni allerdings brachte er sich fulminant in die Köpfe der Fans zurück, indem er den ehemaligen WEC-Titelherausforderer Scott Jorgensen K.o. schlug, was vor ihm noch niemandem gelungen war.

Der aus London stammende Pickett musste in seinem UFC-Debüt mit einer Aufgabe-Niederlage gegen den aktuellen Interims-Champion Renan Barao ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen, konnte sich aber mit vorzeitigen Siegen gegen Damacio Page und Yves Jabouin rehabilitieren und wird nun nach drei Kämpfen in Europa zum ersten Mal in Amerika ins UFC-Octagon steigen.

Außerdem wurde für den 29. Dezember eine weitere Bantamgewichtsbegegnung angekündigt: Erik Perez (12-4) wird auf Byron Bloodworth (6-2) treffen. Perez debütierte bei UFC 150 im Octagon und schlug Ken Stone K.o., während Bloodworth seinen ersten Kampf in der UFC gegen Mike Easton per T.K.o. verlor und seit dieser Niederlage im Oktober 2011 nicht mehr aktiv zu sehen war.