MMA Restliche Welt

UFC 137 Ergebnisse

Nick Diaz erwischte BJ Penn mehrfach hart. (Foto:Zuffa LCC)

Was war das nur für eine turbulente Programmplanung im Vorfeld. Der Hauptkampf von UFC 137 wurde von Georges St. Pierre vs. Nick Diaz auf Georges St. Pierre vs. Carlos Condit abgeändert und letztendlich durch eine Verletzung des UFC-Weltergewichtschampions auf Nick Diaz vs. BJ Penn festgelegt. Ein würdiger Hauptkampf, wie sich später herausstellte. Wir blicken für euch auf die Ereignisse des Abends zurück.

Nick Diaz hat es im Hauptkampf des Abends allen Kritikern gezeigt. Nach einer recht ausgeglichenen ersten Runde legte der frühere Strikeforce-Champion los und deckte den scheinbar müde werdenden BJ Penn mit schnellen und präzisen Schlagkombinationen ein. Auch wenn einige harte Treffer ihr Ziel nicht verfehlten, blieb Penn wacker auf den Beinen und rettete sich angeschlagen in die dritte Runde. Penn konnte im letzten Durchgang einige Treffer landen, hatte jedoch mit Konditionsproblemen zu kämpfen und musste selbst viele harte Schläge einstecken. Die Punktrichter schritten nach 15 Minuten zur Tat und werteten den Kampf 29-28, 29-27 und 29-28 für Nick Diaz.

Im Interview nach dem Kampf erklärte ein sehr enttäuschter BJ Penn, dass es das für ihn gewesen sei. „Respekt an Nick Diaz“, so Penn zu Joe Rogan. „Joe, das ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass du mich hier siehst. Ich will an der Spitze mitkämpfen… Ich habe eine Tochter. Eine zweite Tochter ist unterwegs. Ich möchte nicht mit so einem Gesicht nach Hause kommen.“

Auch Nick Diaz hatte ein paar Worte zu verlieren – und zwar an seinen kommenden Gegner Georges St. Pierre. „Ich glaube nicht, dass Georges St. Pierre verletzt ist“, so Diaz. „Ich glaube er hat Angst. Er hat Angst im Moment gegen irgendjemanden anzutreten.“

In einer ereignislosen ersten Runde zeigten Cheick Kongo und Matt Mitrione großen Respekt vor den Fähigkeiten des Gegenübers. Beide tasteten sich ab und landeten so gut wie keine Treffer. In der zweiten Runde fanden beide Kontrahenten langsam in den Kampf. Der Franzose ging vorwärts, doch Mitrione schaffte es mit Konterschlägen das Tempo aus Kongo Angriffen zu nehmen. Zu guter Letzt verlagerte Kongo den Kampf auf den Boden. Nach einem starken Slam arbeitete sich Mitrione wieder auf die Beine, nur um kurze Zeit wieder auf die Matte gebracht zu werden. Am Ende werteten die Punktrichter den Kampf 30-27, 30-28 und 29-28 für Cheick Kongo.

Ein deutlich schlankerer Roy Nelson lieferte sich mit der PRIDE-Legende Mirko "Cro Cop" Filipovic zu Beginn einen Schlagabtausch. Cro Cop erwischte seinen Gegner in der zweiten Runde und ließ daraufhin ein Feuerwerk ab. Roy Nelson überstand die Schlagsalven jedoch und landete seinerseits einen Takedown. Von der Side Control arbeitete er sich in eine Crucifix Position vor und bearbeitete Cro Cop mit dutzenden Schlägen. In der letzten Runde brachte Nelson seinen Gegner auf die Matte, erarbeitete sich Cro Cops Rücken und ließ harte Schläge auf ihn ab, die den Ringrichter zum Abbruch des Kampfes bewegten.

Mirko Cro Cop nahm sich nach dem Kampf die Zeit, um sich vom aktiven MMA-Geschehen zu verabschieden. „Ich wollte mich mit einem Sieg verabschieden, aber Roy war heute einfach der bessere Kämpfer“, so der 37 Jahre alte MMA-Veteran. „Die UFC war in den vergangen Jahren so gut zu mir und es ist sehr schwer den Sport und die Organisation jetzt zu verlassen. Auch wenn ich in der UFC nicht so erfolgreich war wie in meiner restlichen Karriere, habe ich das Gefühl, dass ich alles für eine insgesamt erfolgreiche Karriere getan habe.“

Scott Jorgensen überzeugte in seinem Kampf gegen Jeff Curran mit einer überlegene Top Control. Die ersten beiden Runden verlagerte er schnell auf den Boden und sicherte sich diese durch technische Überlegenheit auf den Punktzetteln. Curran blühte in der letzten Runde auf und wehrte die Takedown-Versuche seines Gegners ab. Mehrere Schläge und Kicks fanden ihr Ziel, führten allerdings nicht zum benötigen, vorzeitigen Kampfende. 29-28, 29-28 und 30-27 für Scott Jorgensen lautete nach 15 Minuten das Punktrichterurteil.

In seinem UFC-Debüt konnte sich Hatsu Hioki einen Punktsieg über George Roop sichern. Mit 29-28, 28-29 und 29-28 fiel die Entscheidung dabei denkbar knapp aus. Hioki sicherte sich die ersten beiden Runden mit Takedowns, Top Control und effektiver Arbeit im Clinch. Roop punktete im letzten Durchgang seinerseits mit Takedowns, konnte jedoch den Kampf aufgrund von Hiokis defensiver Arbeit nicht vorzeitig beenden.

Ein unglückliches Ende nahm der Abend für Deutschlands Nummer eins im Leichtgewicht Dennis Siver. Mit Donald Cerrone stand der Mannheimer einem körperlich deutlich überlegenen Gegner gegenüber. Mit einem Head Kick brachte Cerrone den Deutschen in der ersten Runde stark zum Wackeln. Siver schaffte es sich noch einmal zu retten, indem er Cerrone gegen den Käfig drückte,  doch wenige Augenblicke später musste Siver einen rechten Haken einstecken, der ihn erneut zum Fall brachte. Cerrone nahm den angeschlagenen Siver direkt in einen Rear-Naked Choke und beendete somit den Kampf.


UFC 137: Penn vs. Diaz
29. Oktober 2011
Mandalay Bay Event Center in Las Vegas, Nevada, USA

Hauptkämpfe
Nick Diaz bes. B.J. Penn nach Punkten (einstimmig)
Cheick Kongo bes. Matt Mitrione nach Punkten (einstimmig)
Roy Nelson bes. Mirko Filipovic durch TKO nach 1:30 in Rd.3
Scott Jorgensen bes. Jeff Curran nach Punkten (einstimmig)
Hatsu Hioki bes. George Roop nach Punkten (geteilt)

Vorkämpfe
Donald Cerrone bes. Dennis Siver durch Rear-Naked Choke nach 2:22 in Rd.1
Bart Palaszewski bes. Tyson Griffin durch KO nach 2:45 in Rd.1
Brandon Vera bes. Eliot Marshall nach Punkten (einstimmig)
Ramsey Nijem bes. Daniel Downes nach Punkten (einstimmig)
Francis Carmont bes. Chris Camozzi nach Punkten (einstimmig)
Clifford Starks bes. Dustin Jacoby nach Punkten (einstimmig)