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UFC 135: Jones lässt Rampage abklopfen

Jones feiert seine erste Titelverteidigung (Foto via UFC.com)

UFC 135 fand vor wenigen Minuten im Pepsi Center in Denver, Colorado, statt. Der amtierende UFC Halbschwergewichtschampion, Jon Jones, konnte hierbei seinen Titel zum ersten Mal erfolgreich verteidigen, als er Quinton Jackson in der vierten Runde zur Aufgabe zwang. Wir blicken für Euch auf die Hauptkämpfe des Abends.

Nate Diaz vs. Takanori Gomi

Diaz mit dem Armbar Versuch (Foto via UFC.com)

Das Duell der beiden verschiedenen Kampfstile ähnelte stark dem Aufeinandertreffen zwischen Nick Diaz, Nates älterer Bruder, und Gomi, aus dem Jahre 2007. Gomi suchte den KO mit wilden Schwingern, während Diaz seine Reichweite nutzte und Gomi mit harten Jabs kontrollierte. Schlussendlich summierten sich die Jabs und Gomi wurde niederschlagen und ging schwankend zu Boden. Diaz folgte mit harten Schlägen und stellte sein gelobtes Cesar Gracie Jiu-Jitsu unter Beweis, indem er Gomi in einen Triangle Choke einfing und daraus zur Armbar wechselte. Der Japaner musste daraufhin abklopfen.

Rob Broughton vs. Travis Browne

Browne dominierte Broughton (Foto via UFC.com)

Browne dominierte von Beginn an, war der mobilere Kämpfer und zeigte gute Schlagkombinationen. Broughton versuchte das Duell auf den Boden zu befördern, was selten von Erfolg gekrönt wurde, denn die Takedowns gelangen fast ausschließlich Browne. Auf dem Boden lag Browne in der Oberlage und konnte Schläge anbringen, während der Brite Submissions anzusetzen versuchte, jedoch ohne belohnt zu werden. Am Ende ging das Duell über die volle Zeit und kurz darauf wurde Brownes Hand gehoben, der von den Punktrichtern mit dem Sieg belohnt wurde.

Mark Hunt vs. Ben Rothwell

Hunt mit dem Armbar Versuch (Foto via UFC.com)

Der Neuseeländer versuchte den Kampf, wie erwartet, auf den Beinen zu halten und zeigte deutlich verbesserte Takedown-Abwehr, im Vergleich zu seinen letzten Kämpfen. Im Stehen traf Hunt mit harten Schlagkombinationen, die Rothwell durchrüttelten. Schließlich gelangen dem Amerikaner die erhofften Takedowns nach unzähligen Versuchen, für die er hart arbeitete. Hunt kam jedoch wieder auf die Beine und konnte ab der zweiten Runde eigene Takedowns erzielen, worauf hartes Ground and Pound folgte. Am Ende der zweiten Runde setzte Hunt, zum Erstaunen der Zuschauer, einen Armbar an, den er jedoch nicht finalisieren konnte, bevor der Rundengong ertönte. Rothwell schien körperlich am Limit, wurde sogar von seinem Trainer, Duke Roufus in die Octagonecke getragen, schaffte es jedoch in die letzte Runde. „Zu schwach zum Laufen“, bemerkten die Kommentatoren. In der letzten Runde zeigten beide Schwergewichtler viel Herz, denn beide waren konditionell stark eingebrochen, ließen jedoch nicht nach. Hunt war der klar aktivere Mann, der Takedowns, sowie Schläge anbrachte, während Rothwell ums Überleben kämpfte. Nach drei vollen Runden gaben die Punktrichter den Sieg an Mark „Super Samoan“ Hunt.

Matt Hughes vs. Josh Koscheck

Koscheck feiert (Foto via UFC.com)

Hughes konnte zu Beginn mit guten Jabs punkten, die Koscheck höchst wahrscheinlich an dessen letzte Begegnung mit Georges St. Pierre erinnerten. Beide Kontrahenten lieferten sich ein Boxduell in der Mitte des Octagons, in dem Hughes die Oberhand zu gewinnen schien, bis Koscheck eine harte Rechte anbringen konnte, die die Legende durchrüttelte. Hughes konnte sich bis wenige Sekunden vor Rundenende retten, wurde dann erneut von einer Rechten getroffen, fiel rückwärts auf den Hosenboden und kassierte dort weitere Schläge. Koscheck schlug wild auf Hughes ein, der schließlich, nur eine Sekunde vor dem Rundengong in Ohnmacht fiel und damit KO geschlagen wurde.

UFC Halbschwergewichtstitelduell
Jon "Bones" Jones vs. Quinton "Rampage" Jackson

Jones setzt den Rear-Naked Choke an (Foto via UFC.com)

Jon Jones zeigte von Beginn an, dass er die Kontrolle im Kampf hatte und hielt Jackson auf Distanz. Im Laufe des Duells wurde klar, dass Jackson weder boxerisch, noch im Clinch einen Vorteil aufzuweisen hatte. Die einzige Chance lag in wilden Schwingern, denen Jones jedoch mühelos entwich. Jones brachte den Kampf auf den Boden, kontrollierte Jackson und machte diesen müde, da die Prozedur sich über volle drei Runden zog, in denen Jackson deutlich unterlegen war. In der vierten Runde machte Jones schließlich den Sack zu, nachdem er Jacksons Beine angriff, diesem sichtlich Schmerzen zufügte und daraufhin einen Takedown am Maschendraht sicherte. Dort erarbeite sich der Champion den Rücken seines Kontrahenten und setzte einen Rear-Naked Choke an, den Jackson zwar kurz verteidigte, jedoch letztendlich abklopfen musste. Jon Jones verteidigte damit seinen Titel erfolgreich und wird in Zukunft auf Rashad Evans treffen.

Nach dem Duell hatte Jackson ein paar lobende Worte für den Champion: „Der Junge ist die Zukunft des Sports. Er hat den besten Rampage aller Zeiten besiegt.“ Zudem forderte Jackson einen Rückkampf mit Mauricio „Shogun“ Rua. „In Japan will ich den Rückkampf gegen Shogun. Dana (White), erfülle mir diesen Wunsch!“

Poster via UFC

UFC 135: Jones vs. Rampage
25. September 2011
Pepsi Center in Denver, Colorado


UFC Halbschwergewichtstitelkampf
Jon Jones bes. Quinton Jackson via Rear-Naked Choke nach 1:14 in Rd. 4

Josh Koscheck bes. Matt Hughes via KO nach 4:59 in Rd. 1
Mark Hunt bes. Ben Rothwell nach Punkten (einstimmig)
Travis Browne bes. Rob Broughton nach Punkten (einstimmig)
Nate Diaz bes. Takanori Gomi via Armbar nach 4:27 in Rd. 1

Vorprogramm
Tony Ferguson bes. Aaron Riley via TKO nach 5:00 in Rd. 1 (Kieferbruch)
Tim Boetsch bes. Nick Ring nach Punkten (einstimmig)
Junior Assuncao bes. Eddie Yagin nach Punkten (einstimmig)
Takeya Mizugaki bes. Cole Escovedo via TKO nach 4:30 in Rd. 2
James Te Huna bes. Ricardo Romero via KO nach 0:47 in Rd. 1