MMA Restliche Welt

UFC 133: Evans vs. Ortiz II - Die Vorschau

Poster via Zuffa LLC

Samstagnacht ist es soweit, der groß erwartete Rückkampf zwischen Tito Ortiz und Rashad Evans steht an. UFC 133: „Evans vs. Ortiz II“ findet im Wells Fargo Center in Philadelphia, Pennsylvania, statt und hat, neben dem Hauptkampf, auch Yoshihiro Akiyama gegen Vitor Belfort als Co-Attraktion zu bieten. Die Vorkämpfe werden wie immer auf Facebook und US-Sender Spike TV ausgestrahlt. Wir schauen für euch auf das Hauptprogramm des Abends.

Pyle vs. MacDonald

Mike Pyle vs. Rory MacDonald
Zwei starke Ringer treffen hier im ersten Hauptkampf des Abends aufeinander. Mike "Quicksand" Pyle (21-7-1) ist seit drei Kämpfen unbesiegt und konnte insgesamt vier seiner letzten fünf Begegnungen erfolgreich gestalten. John Hathaway und Ricardo Almeida unterlagen dem 35-Jährigen dabei nach Punkten. Pyle bringt die Erfahrung aus knapp 30 Kämpfen gegen den erst 22-jährigen Rory MacDonald (11-1) ins Octagon.

MacDonald, der Kanadier, wurde in seiner bisherigen Karriere nur einmalig besiegt, und das durch Carlos Condit via TKO. Alle anderen Duelle konnte das Nachwuchstalent für sich entscheiden. In seinem letzten Kampf, bei UFC 129 im April dieses Jahres, konnte MacDonald Nate Diaz über drei Runden mit akkuratem Striking und spektakulären Slams dominieren. Wie der Kanadier nun gegen den sehr erfahrenen Mike Pyle in seinem erst vierten UFC-Duell auftreten wird, bleibt abzuwarten.

Rivera vs. Philippou

Jorge Rivera vs. Constantinos Philippou
Der 39-jährige Rivera (19–8) sollte in diesem Kampf auf Alessio Sakara treffen, genau wie bei UFC 122 in Deutschland. Doch auch hier, genau wie damals in Oberhausen, sagte Sakara kurzfristig ab. Sein verletztes Kreuzband ließ keinen Kampf zu, hieß es, und so sprang der Zypriot Constantinos Philippou (7-2) als Ersatz ein.

Rivera konnte drei Duelle in Folge gewinnen, bis er zuletzt im Februar von Michael Bisping TKO geschlagen wurde. Man darf gespannt sein, wie der Altstar, dem der Sprung nach oben nie ganz gelang, nach der emotionalen Niederlage gegen Bisping wieder zurückkommt.

Philippou verlor in seinem UFC-Debüt gegen Nick Catone und braucht nun gegen Rivera einen Sieg, um seine Zukunft in der UFC zu sichern. Wenn ihm dies gelingt, könnte Philippou damit etwas Staub aufwirbeln und Medieninteresse um seine Person erzeugen, schließlich ist Rivera der haushohe Favorit in diesem Kampf.

Hallman vs. Ebersole

Dennis Hallman vs. Brian Ebersole
Hier treffen zwei sehr erfahrene Kämpfer aufeinander, denn zusammen bringen sie fast 130 Kämpfe aufs Papier. Dennis „Superman“ Hallman (43-13-2) ist dafür bekannt, Matt Hughes zweifach besiegt zu haben - und das in Rekordzeit. 17 und 21 Sekunden brauchte der Amerikaner lediglich in den jeweiligen Begegnungen, um die UFC-Legende zum Abklopfen zu bringen. Der 35-jährige Hallman gilt als starker Grappler mit starkem Jiu-Jitsu, was seine 38 Submission-Siege (bei insgesamt 50 Erfolgen) bestätigen. Hallman besiegte zuletzt Ben Saunders und Karo Parisyan und wartet nun auf Brian „Bad Boy“ Ebersole (47-14-1), der seinerseits ein sehr routinierter Kämpfer ist.

Der 30-jährige Amerikaner ist seit acht Kämpfen ungeschlagen und gab im Februar 2011 mit einem Punktsieg über Chris Lytle sein UFC-Debüt. 20 seiner 47 Erfolge kamen durch Submission zustande, 13 weitere durch (T)KO. Ebersoles Vorteil wird sich gegen Hallman auf den Beinen befinden, denn auf dem Boden müssten sich beide Kontrahenten mit ihrem starken Grappling neutralisieren können. Wer den ersten Fehler in diesem Duell machen wird, könnte als Verlierer aus der Begegnung gehen.

Belfort vs. Akiyama

Vitor Belfort vs. Yoshihiro Akiyama
Der Co-Main Event des Abends wird von zwei sehr beliebten UFC-Kämpfern bestimmt. Besonders die weiblichen Zuschauer schwärmen für beide Kämpfer, wenn man derzeit internationalen Foren und Interviews Beachtung schenkt. Vitor „The Phenom“ Belfort (19–9) stand zuletzt bei UFC 126 im Mittelgewichtstitelkampf gegen Anderson Silva und verlor durch einen Frontkick-KO, der vielen noch in Erinnerung geblieben sein wird. Vor dieser Niederlage konnte der Brasilianer eine Serie von fünf Siegen in Folge aufbauen, auf seinem Siegeszug übermannte er u.a. Matt Lindland und Rich Franklin. Der 34-Jährige ist für seine unglaublich schnellen Hände bekannt und wird sicherlich versuchen seinen Gegner auszuknocken.

Yoshihiro „Sexyama“ Akiyama (19–9) stellt sich gerne einem Kickboxduell, was man auch in seinen letzten Begegnungen verfolgen konnte. Der Judo-Goldmedaillengewinner nutzt scheinbar ungern seine Grapplingfähigkeiten, sondern ist stets gewillt, seine Gegner mit Fäusten zuzusetzen. Dies war einer der Gründe, warum er seine letzten beiden Duelle verlor, denn Chris Leben und Michael Bisping konnten dem Japaner, besonders im Stehen, Paroli bieten. Seinen UFC-Debüt, vor drei Kämpfen, konnte der Japaner gegen Alan Belcher nach Punkten für sich entscheiden. Seither wurde jeder seiner UFC-Fights mit dem Bonus für den Kampf des Abends ausgezeichnet, was zeigt, dass Akiyama einen sehr zuschauerfreundlichen Kampfstil pflegt. Gegen Belfort darf er sich jedoch nicht, wie zuletzt, auf einen Schlagabtausch einlassen, sondern sollte sein Judo-Können unter Beweis stellen, um nicht eine dritte Niederlage in Folge zu kassieren - denn damit könnte das UFC-Aus drohen.

Ortiz vs. Evans

Rashad Evans vs. Tito Ortiz
Die Hauptbegegnung des Abends steht im Zeichen eines Rückkampfes zweier ehemaliger Halbschwergewichtschampions. Beide Athleten standen bereits 2007 im Octagon um gegeneinander anzutreten. Die Begegnung endete im Unentschieden. Ortiz wurde damals jedoch aufgrund unerlaubten Haltens am Maschendrahtzaun ein Punkt abgezogen wurde, seither sah er diesen Kampf als Sieg. Nun darf man am Samstag feststellen, wer die Oberhand gewinnen wird.

„Sugar“ Rashad Evans (15–1–1) gewann seine letzten beiden Duelle gegen Thiago Silva und Quinton Jackson nach Punkten und wartete seit Mai 2010 auf seinen Titelkampf, der jedoch nie zustande kam, da sich der Champion, und später Evans selbst, verletzten. Nun muss der TUF 2-Gewinner gegen Ortiz einen Sieg einfahren, sonst rückt ein Titelkampf in weite Ferne.

Tito „The Huntington Beach Bad Boy“ Ortiz (16-8-1) zählt zu den polarisierendsten UFC-Champions aller Zeiten. Er gilt als sehr kontrovers, denn er nimmt ungern ein Blatt vor den Mund, was seine Fans in zwei Lager einteilt: Entweder man liebt ihn oder man wünscht ihm eine Niederlage, einen Mittelweg gibt es nicht. Der Amerikaner stand zuletzt kurz vor dem Karriereende, als er über fünf Kämpfe in Folge keinen Sieg einfahren konnte. Im letzten Octagon Auftritt, im Juli dieses Jahres, gelang ihm eine starke Leistung gegen Ryan Bader, den er in nicht einmal zwei Minuten via Guillotine Choke besiegte. „Tito is back!“, lautete sein Statement nach dem Duell. Nun muss Ortiz gegen Evans beweisen, ob sich diese Aussage bewahrheitet. Sollte Ortiz gewinnen, könnte ihm anstelle von Evans ein Titelkampf winken. Eine Chance, die sich der 36-jährige nicht entgehen lassen darf, denn bei einer Niederlage wird er höchstwahrscheinlich kein Titelduell mehr vor seinem Karriereende erringen können.

 

Das offizielle Poster für UFC 133

UFC 133: Evans vs. Ortiz II
6. August 2011
Wells Fargo Center, Philadelphia, Pennsylvania, USA

Hauptkämpfe
Rashad Evans vs. Tito Ortiz
Vitor Belfort vs. Yoshihiro Akiyama
Dennis Hallman vs. Brian Ebersole
Jorge Rivera vs. Constantinos Philippou
Mike Pyle vs. Rory MacDonald

Vorkämpfe (Spike TV)
Alexander Gustafsson vs. Matt Hamill
Chad Mendes vs. Rani Yahya

Vorkämpfe (Facebook)

Ivan Menjivar vs. Nick Pace
Johny Hendricks vs. Mike Pierce
Mike Thomas Brown vs. Nam Phan
Rafael Natal vs. Paul Bradley

Bilder via Zuffa LLC