MMA Restliche Welt

TUF 11 Finale - Veranstaltungsbericht

Poster via Zuffa LLC

Der Event mit dem spannend erwarteten Finale von The Ultimate Fighter 11 fand vor wenigen Minuten statt.

Jamie Yager vs. Rich Attonito
Yager, einer der meistgehassten "TUF 11"-Teilnehmer, traf auf seinen Hausmitbewohner Rich Attonito. Yager dominierte in der ersten Runde das Standup, wurde jedoch in Runde zwei unvorsichtig und riskierte mehr. Das nutzte Attonito nach einem Schlagabtausch zu einem erfolgreichen Takedown, den er nach kurzer Zeit und einem missglückten Rear Naked Choke durch Ground and Pound erfolgreich beenden konnte. Sieger via TKO: Rich Attonito

Spencer Fisher vs. Dennis Siver
Einer von Dennis Sivers wichtigsten Kämpfer in der UFC gegen Spencer "The King" Fisher und das live und kostenlos auf Spike TV! Es war Sivers große Chance, seinen Namen mit einer guten Performance nach außen zu tragen. Im Vorabinterview sagte der Deutsche, dass Fisher "nur" für sein Standup bekannt sei und dieser nur eine starke Hand habe, er selbst hingegen habe die Knockout-Power in beiden.

Die beiden Kämpfer kannten nur eine Richtung: Vorwärts. In der Mitte des Octagons teilten sie Schläge aus, wobei Fisher mit einem Tiefschlag (Lowkick) auf sich aufmerksam machte, was zu einer Kampfpause führte. Siver fand schnell wieder in den Kampf und konnte unter anderem mit einem Pushkick in Spencers Gesicht punkten. Durch einen unabsichtlichen Kopfstoß öffnete Fisher einen Cut über Sivers linkem Auge. Siver wirkte steif und wollte durch kräftige Schläge Treffer landen, während Fisher beweglicher und mit Kombinationen agierte. Siver hätte versuchen sollen, seine wuchtigen Schläge durch Kombinationen aufzubauen, da Spencer die telegrafierten Schläge Millisekunden vorher sehen und lesen konnte. Diese Kritik konnte Siver in Runde zwei zum besseren kehren und er kombinierte hohe und tiefe Schläge, um Spencer zu überraschen und nicht gelesen werden zu können.

In Runde drei punktete Fisher mit einigen linken Roundkicks, da Siver sich gerne nach rechts lehnte, wobei Siver viel mit dem linken Haken konterte. Es war ein enger Kampf und Siver hätte mit einem Takedown auf Nummer sicher gehen können, um damit die Punktrichter auf seine Seite zu bringen, doch der Takedown blieb aus. Siver machte es somit spannend, aber die Ringrichter entschieden sich für ihn. Sieger nach Punkten: Dennis Siver

Chris Leben vs. Aaron Simpson
Der rothaarig gefärbte Chris "The Crippler" Leben traf auf den ungeschlagenen Aaron "A-Train" Simpson in dessen viertem UFC-Kampf. Leben kündigte vor dem Kampf einen Sieg an, auf den noch einige weitere folgen und ihn zum Titelkamf führen sollen. Simpson suchte sofort den Körperkontakt und führte einen Takedown durch. Seine Taktik war somit klar, er wollte es gegen Leben nicht auf einen Schlagabtausch ankommen lassen. Der Kampf hatte in der ersten Runde viele Clinch- und Klammermomente, die auf Seiten von Simpson zu Takedowns führten, aus denen sich Leben nach kurzer Zeit befreien konnte. Bis zum nächsten Klammern konnten beide Kontrahenten einige Schläge und Kicks landen. In Runde zwei landete Simpson einige harte Treffer, doch Lebens Stahlkinn steckte diese locker weg. Als Leben einige Treffer austeilte, konnte er Simpson wackelig schlagen. Als dieser durch das Octagon stolperte und unorientiert hinfiel, brach der Ringrichter Josh Rosenthal den Kampf ab. Der "Original TUF Bad Boy" holte sich durch seine harten Fäuste seinen zehnten UFC-Sieg. Sieger durch TKO: Chris Leben

Matt Hamill vs. Keith Jardine
Vor dem Kampf hieß es: ein wichtiger Kampf für beide Kontrahenten, der ihre Zukunft enscheiden kann. Nach dem Kampf war klar, für wen es im Ranking nach oben geht und wer um seine UFC-Karriere zittern muss.

Hamill versuchte mehrfach einen Takedown an Jardine durchzuführen, wobei Jardine gut sprawlen und ausweichen konnte. Mit seinem unkonventionellen Standup konnte Jardine Hamill von Takedowns abhalten und Lowkicks und Kopftreffer landen. In Runde zwei griff Jardine während eines Schlagabtausches mit dem Daumen in Hamills Auge, was zu einer Kampfpause und einem Punktabzug führte. Nach dieser Entscheidung versuchte Jardine mehr Druck zu machen, um diese Punktdifferenz auszugleichen, doch Hamill kämpfte wacker mit. Beide Fighter zogen sich in einer hart umkämpften zweiten Runde blutende Cuts zu. In der letzten Runde konnte Hamill mit Takedowns punkten, während Jardines Cut von einem Doktor untersucht wurde, da er stark blutete. Er durfte jedoch weiterkämpfen. Die Energie ging am Ende beiden Kämpfern aus, doch durch die Takedowns und dem Punktabzug konnte Jardine, trotz guten Fausttreffern, nicht mehr gewinnen. Sieger nach Punkten: Matt Hamill

Court McGee vs. Kris McCray
Und der "TUF 11"-Sieger ist...
Dieser Satz ging beiden Kämpfern vor dem wichtigsten Kampf ihrer Karriere durch den Kopf.

Unter großem Druck stehend, trafen sich beide Kämpfer in der Käfigmitte und tauschten Schläge aus. Der in Deutschland geborene Kris McCray wurde auf den Rücken geschickt, nachdem McGee einen Trip-Takedown durchführen konnte. McGee dominierte die ersten beiden Runden durch Dirty Boxing im Clinch, gepaart mit Takedowns, die er zum Teil für Ground and Pound nutzte und schließlich mit einem Rear Naked Choke beenden konnte. Eine schöne Geschichte: McGee der drogenabhängig war und durch den MMA-Sport sein Leben in den Griff bekam, gewinnt TUF 11. Sieger durch Aufgabe: Court McGee

Alle Ergebnisse im Überblick:

The Ultimate Fighter 11 Finale
19. Juni 2010
Palms Casino Resort in Las Vegas, Nevada, USA


TUF 11 Finalkampf
Court McGee bes. Kris McCray via Rear Naked Choke nach 3:41 in Rd. 2

Matt Hamill bes. Keith Jardine nach Punkten (mehrheitlich)
Chris Leben bes. Aaron Simpson via TKO nach 4:17 in Rd. 2
Dennis Siver bes. Spencer Fisher nach Punkten (einstimmig)
Rich Attonito bes. Jamie Yager via TKO nach 4:25 in Rd. 2

Vorkämpfe
John Gunderson bes. Mark Holst nach Punkten (einstimmig)
Brad Tavares bes. Seth Baczynski nach Punkten (einstimmig)
Kyle Noke bes. Josh Bryant via TKO nach 3:12 in Rd. 2
Chris Camozzi bes. James Hammortree nach Punkten (einstimmig)
Travis Browne bes. James McSweeney via TKO nach 4:32 in Rd. 1