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Tschetschenischer Präsident lässt seine Söhne im MMA kämpfen, Fedor Emelianenko empört

Dass Tschetscheniens Oberhaupt Ramsan Kadyrow eine besondere Verbindung zum MMA-Sport hat, ist längst bekannt. Bei seiner eigenen Veranstaltungsreihe World Fighting Championships of Akhmat (WFCA) sorgte der umstrittene Präsident nun für eine Kontroverse, als er seine drei Söhne (9, 10 und 11 Jahre alt) im Käfig im MMA kämpfen ließ – ohne Schutzausrüstung, mit Ground and Pound.

Die Söhne trafen bei der Show am Dienstag auf gleichaltrige Kinder. Der älteste Sohn konnte seinen Kampf zügig durch K.o. gewinnen, während die beiden jüngeren sich Punktsiege in den auf zweimal anderthalb Minuten angesetzten Kämpfen holten. Videos der Kämpfe gibt es auf Youtube (Video 1, Video 2, Video 3).

Fedor Emelianenko, der Präsident der Russian MMA Union, verurteilte die Ansetzung der Kämpfe am Mittwoch in einem Statement.

„Wir alle müssen ein Vorbild für die heranwachsende Generation sein und für ihre Gesundheit sorgen“, so Emelianenko. „An Kämpfen mit Regeln für Erwachsenen teilzunehmen, kann bleibende gesundheitliche Schäden bei den Kindern verursachen, sowohl physisch als auch psychisch, und ihre sportliche Karriere beenden. Die Kämpfe wurden mit Regeln für Erwachsene abgehalten, die für Kinder ungeeignet sind. Obendrein dürfen Kinder unter zwölf Jahren laut den Regeln nicht an Kämpfen teilnehmen. Was bei der gestrigen Veranstaltung in Grozny passiert ist, ist unzulässig und kann nicht gerechtfertigt werden.“

Laut Regelbuch der Russian MMA Union dürfen Kinder in den Altersgruppen 12-13, 14-15 und 16-17 mit Schutzausrüstung und Rashguard Wettkämpfe im MMA bestreiten.

Das russische Ministerium für Sport kündigte bereits an, sich mit dem Vorfall zu befassen. „Wir werden uns um diesen Sachverhalt kümmern und weitere Informationen anfordern“, sagte Vize-Sport-Minister Pavel Kolokov.