MMA Restliche Welt

Thiago Silva supendiert

Thiago Silva (Foto via Sherdog.com)

Wegen der unerlaubten Einnahme leistungssteigernder Substanzen vor seinem Kampf gegen Brandon Vera bei UFC 125 und der versuchten Vertuschung der Tat durch Abgeben einer falschen Urinprobe, musste sich UFC-Halbschwergewicht Thiago Silva (14-2) gestern vor einem Ausschuss der Sportaufsichtsbehörde von Nevada verantworten. Das Ergebnis: Silva wurde für ein Jahr suspendiert, die Kampflizenz entzogen sowie eine Geldstrafe von 33.750 Euro auferlegt, wie die Behörde inzwischen mitteilte. Der Sieg gegen Vera wurde zudem annulliert.

"Ich will mich für meine Handlungen entschuldigen", so Silva. "Ich habe das getan, weil ich starke Rückenprobleme vor dem Kampf hatte und meine Familie das Geld brauchte. Ich war verzweifelt." Silva legte offen, dass er eine Urinprobe von der Website "ClearTest.com" bestellt hatte, diese in der Shorts verstecke und damit den zuständigen Aufpasser der Sportbehörde umgehen konnte. Auf die Frage, ob er glaube, dass der Einsatz leistungssteigernder Substanzen in der UFC die Regel sei, antwortete er: "Ja, ich denke schon."

Mit dem Sieg gegen Vera verdiente Silva 55.000 US-Dollar für den Kampf und einen weiteren Bonus von 55.000 US-Dollar. Die Kommission einigte sich auf die Strafe von 25 Prozent des Lohnes (13.750 US-Dollar) und 20.000 US-Dollar aus dem Gewinnbonus, was insgesamt 33.750 US-Dollar ergibt. Im Zusammenhang mit dem Enzug der Kampflizenz, dem Jahr Zwangspause und dem annulierten Kampf Kampf-Ergebnis, kann man dieses Urteil als vergleichsweise hart einstufen. Die Behörde schien hier eine Art Exempel statuieren zu wollen.

Am 2. Januar 2012 darf Silva sich um eine neue Lizenz bewerben und muss dazu eine saubere Urinprobe abgeben.