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Strikeforce: Saffiedine nimmt Marquardt den Titel ab

Das war sie also, die letzte Veranstaltung unter dem Strikeforce-Banner. Sie endete vor wenigen Minuten mit dem Titelkampf zwischen Nate Marquardt und Tarec Saffiedine. Marquardt musste sich geschlagen geben und damit den Titel an einen Europäer abgeben. Der andere Europäer in den Hauptkämpfen, Nandor Guelmino, musste jedoch eine Niederlage gegen Josh Barnett einstecken, während Daniel Cormier, Gegard Mousasi und Ronaldo Souza siegreich waren.
Wir blicken für euch auf die letzte Nacht von Strikeforce.

Weltergewichtstitelkampf
Nate Marquardt (c) vs. Tarec Saffiedine
Nach längerem Abtasten wurde Marquardt von einem harten Jab in die Knie gezwungen, kam jedoch sofort wieder zu sich. In der zweiten Runde gelang dem früheren UFC-Kämpfer zwar ein Trip-Takedown, doch der Belgier war blitzschnell wieder auf den Beinen. Der Kampf enwickelte sich zu einer sehr taktischen Begegnung. Es wurde viel am Maschendraht geklincht und um die bessere Position gekämpft, was die Zuschauer mit Buhrufen quittierten. Ein Kampf der mehr einem Muay Thai-Duell, als einem MMA-Kampf glich.

Saffiedine punktete mit harten Lowkicks, was Marquards Spritzigkeit eliminierte und diesem sichtliches Unbehagen zufügte. Marquardt kam humpelnd aus der Ecke zur letzten Runde, mit einem rosarot kolorierten Oberschenkel. Der frühere Pancrase-Champion zeigte viel Herz, biss auf die Zähne und kämpfte verbissen mit, doch fand er keine Antwort für die Angriffe des Belgiers und wurde wenige Sekunden vor Ende mit einem Double-Leg Takedown auf den Rücken gebracht. Der letzte Strikeforce-Kampf der Geschichte endete mit einem Titelwechsel, den sich Saffiedine in einer Fünf-Runden-Schlacht redlichst verdient hatte. Der Belgier geht als letzter Strikeforce-Champion in die Geschichte ein.

Daniel Cormier vs. Dion Staring
Der US-Amerikanische Ringer tastete seinen Gegner kurz ab, klammerte daraufhin und brachte Staring mit einem Belly-to-Belly Suplex auf die Matte. Aus der Side Control erarbeitete er einen Crucifix-Position, doch Staring befreite sich und kam wieder auf die Beine, nur um kurz darauf mit Schlägen eingedeckt zu werden. Cormier brachte diesen erneut auf die Matte, zweifach. Dort hagelte es aus der Full Mount Position Schläge und Ellenbogen, bis der Rundengong ihn rettete.

Cormier fing an mit seinem Gegenüber zu spielen und brachte Staring erneut auf die Matte, wo weitere harte Schläge herabprasselten. Staring war überfordert und kämpte um sein Überleben, während Ringrichter Big John McCarthy sich das Geschehen sehr genau anschaute und schließlich eingriff. Das Fazit: TKO-Sieg für Cormier.
Im Abschlussinterview bestätigte Cormier seinen neuen UFC-Vertrag, und legte offen, dass er nach eigenem Wunsch als nächstes gegen Frank Mir ins Octagon steigen würde.

Josh Barnett vs. Nandor Guelmino
Barnett wollte nichts riskieren und klammerte sofort. Einen Takedown darauf, befand sich der Amerikaner in der Full Guard von Guelmino, aus der er einen Leglock versuchte, doch der Österreicher konnte sich rasch befreien und Barnett kurz darauf an den Zaun drücken. Es gab keine Verschnaufpause, denn Barnett hakte sich mit einer Beinschere ein und fiel auf den rücklings stürzenden Guelmino, direkt in die Full Mount, aus der er sofort einen Arm-Triangle Choke ansetzte und damit den Kampf überraschend schnell beenden konnte.

Mike Kyle vs. Gegard Mousasi
Nach wenigen Sekunden brachte der Armenier Kyle auf die Matte. Aus der Half-Guard arbeitete sich Mousasi in die Full Mount, aus der harte Schläge niederregneten, bis sich Kyle herauszudrehen versuchte. Dies nutzte Mousasi eiskalt zu einem Rear-Naked Choke, in dem der Amerikaner abklopfen musste.

Ed Herman vs. Ronaldo Souza
Der frühere TUF-Finalist Herman, hatte große Probleme mit dem ehemaligen Strikeforce-Champion. Nach einem illegalen Upkick, für den Herman lediglich ermahnt wurde, musste er im Stehen harte Schläge schlucken und wurde kurz darauf auf den Boden gebracht. Wenig später war alles vorbei, denn der UFC-Kämpfer wurde in einem Kimura-Griff zur Aufgabe gezwungen. „Jacare“ überzeugte mit gutem Ringen, harten Fäusten und zeigte auf der Matte, weshalb er ein mehrfacher ADCC- und BJJ-Weltmeister ist.

In den Vorkämpfen setzte sich Roger Gracie via Submission durch, ebenso wie Tim Kennedy, während Ryan Couture sich eine hauchdünne Punktentscheidung gegen KJ Noons erschlich.

Anbei alle Ergebnisse in der Übersicht:

Strikeforce: Marquardt vs. Saffiedine
12. Januar 2013
Chesapeake Energy Arena in Oklahoma City, Oklahoma

Weltergewichtstitelkampf
Tarec Saffiedine bes. Nate Marquardt (c) einstimmig nach Punkten (48-48, 49-46, 49-46)

Daniel Cormier bes. Dion Staring via TKO (Ground and Pound) nach 4:02 in Rd.2
Josh Barnett bes. Nandor Guelmino via Submission (Arm-Triangle Choke) nach 2:11 in Rd.1
Gegard Mousasi bes. Mike Kyle via Submission (Rear-Naked Choke) nach 4:09 in Rd.1
Ronaldo Souza bes. Ed Herman via Submission (Kimura) nach 3:10 in Rd.1

Vorprogramm
Ryan Couture bes. KJ Noons geteilt nach Punkten (29-28, 27-30, 29-28)
Tim Kennedy bes. Trevor Smith via Submission (Guillotine Choke) nach 1:36 in Rd.3
Pat Healy bes. Kurt Holobaugh einstimmig nach Punkten (29-28, 30-27, 30-27)
Roger Gracie bes. Anthony Smith via Submission (Arm-Triangle Choke) nach 3:16 in Rd.2
Adriano Martins bes. Jorge Gurgel einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 30-27)
Estevan Payan bes. Michael Bravo via TKO (Schläge) nach 4:01 in Rd.2