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Strikeforce Challengers 13: Ergebnisse

Nunes mit Blitz-KO. Woodley, St. Preux und Cormier gewinnen (Fotos vis Strikeforce).

Die 13. Edition der Strikeforce Challengers endete vor wenigen Minuten im Nashville Municipal Auditorium in Nashville, Tennessee. Wie erwartet setzten sich die Spitzenreiter allesamt in den Hauptkämpfen durch, bis auf die Brasilianerin Amanda Nunes, die ihre Strikeforce Premiere mit einem Blitz-KO gegen die hochfavorisierte Julia Budd feiern durfte. Nach nur 14 Sekunden war der Kampf vorbei und Nunes zelebrierte von Fans bejubelt. Zuvor traf sie ihre Kontrahentin mit einer linken Geraden, die Budd zu Boden schickte. Nunes folgte und konnte den Kampf nach einigen Hammerfists vorzeitig beenden. Sie könnte die neue Herausforderin auf Christiane Cyborgs Titel sein, meinten die Kommentatoren, bevor die glückliche Siegerin interviewt wurde und bestätigte: "Cyborg ist mein großes Ziel."

Im Opener der TV-Übertragung konnte Rhadi Ferguson gegen John Richard den dritten Sieg seiner Karriere einfahren. Richard suchte sofort den Takedown, bekam ihn und kontrollierte Ferguson recht gut aus der Backmount. Der Rear-Naked Choke gelang jedoch nicht, stattdessen konnte sich Ferguson drehen und attackierte mit harten Ground and Pound. Richard schaffte es bis in die Pause, schien jedoch kaum noch Sauerstoff im Tank zum haben.

In der zweite Runde kam er dennoch mit harten Händen und Kicks aus der Ecke und erwischte Ferguson mit einem Kick ein wenig tief. Der Refree ließ den Kampf jedoch weiterlaufen, was Richard nutzte, um Ferguson mit einem gigantischen Tackle zu Boden zu befördern und mit Schlägen einzudecken. Ferguson arbeitete jedoch aktiv aus der Guard, schnappte sich eine Bein und beendete den Kampf mit einer wunderschönen Heelhook-Kneebar-Transition.

Daniel Cormier kontrollierte gegen Devin Cole den Großteil der ersten Runde im Stand und suchte den Takedown nur, wenn es ihm im Infight zu brenzlich wurde. Im zweiten Durchgang gab er Cole eine Schulstunde im Ringen. Die dritte Rune war eine Mischung aus allem – und auf allen Ebenen konnte der frühere Olympiaringer überzeugen. Seine Schläge waren akkurater, seine Kopfbewegungen schwer zu durchschauen, seine Takedowns waren kaum zu stoppen und seine Bodenkontrolle vorbildlich. Nach drei Runden strich er den einstimmigen Punktsieg ein und ist damit in sieben Kämpfen ungeschlagen.

„OSP“ Ovince St. Preux konnte im Co-Main Event des Abends erneut gewinnen und strich somit seinen dritten Sieg in nicht einmal zwei Monaten ein. Es war kein leichter Kampf, über drei Runden musste St. Preux Submissionversuche und harte Schläge seines Gegners Ron Humphrey nehmen, konnte aber dennoch den Großteil des Kampfes dominieren. Nach drei Runden erklärte man ihn einstimmig zum Sieger – es wird spannend sein, zu sehen, wie es mit dem kometenhaften Aufstieg des Halbschwergewichts weitergeht. Vorerst gönnt sich „OSP“ aber erst einmal eine Pause, kündigte er im Interview nach dem Kampf an. Verdient hat er sie jedenfalls.

Der Hauptkampf zwischen Tyron Woodley und Tarec Saffiedine wurde im Grund im Clinch entschieden. Woodley wollte mit dem überlegenen Striking Saffiedines nichts zu tun haben und zwang ihn nach Belieben in den Clinch. Saffiedine verteidigte die Takedowns zwar teils ganz gut, hatte gegen den weitaus besseren Ringer Woodley jedoch trotzdem wenig Chancen, solange er keine Distanz zum Striken fand. Erst in der letzten Runde konnte Saffiedine ein wenig mehr auspacken, da Woodley etwas die Puste auszugehen schien. Dennoch reichte es für den Punktsieg, Woodley ist damit 8-0.

Strikeforce - Challengers 13
07. Januar 2011
Nashville Municipal Auditorium, Nashville, Tennessee, USA


Hauptkämpfe
Tyron Woodley bes. Tarec Saffiedine nach Punkten (einstimmig)
Ovince St. Preux bes. Ron "Abongo" Humphrey nach Punkten (einstimmig)
Daniel Cormier bes. Devin Cole nach Punkten (einstimmig)
Amanda Nunes bes. Julia Budd via KO nach 0:14 in Rd. 1
Rhadi Ferguson bes. John Richard via Heel Hook nach 2:00 in Rd. 2

Vorkämpfe
Thomas Campbell bes. Jeremy Wallace via Rear-Naked Choke nach 1:26 in Rd. 1
John Salter bes. Casey Huffman via TKO nach 2:59 in Rd. 1
Dustin Ortiz bes. Matt Horning via TKO nach 2:10 in Rd. 3
Dustin West bes. Daniel Schmitt via KO nach 0:09 in Rd. 1
Charles McTorry bes. Krishaun Gilmore via Rear-Naked Choke nach 3:46 in Rd. 2
Chris Barnhizer bes. Karl Willis via Armbar nach 2:35 in Rd. 1
Jason Blackford bes. Jeremy Boczulak via Heel Hook nach 1:54 in Rd. 2
Luke Sanders bes. Josh Jarvis via TKO nach 3:15 in Rd. 1
Stoney Hale bes. Gerric Hayes nach Punkten (geteilt)