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Stefan Struve mit Herzerkrankung

Stefan Struve muss aufgrund einer Herzerkrankung für unbestimmte Zeit pausieren. (Foto:Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Stefan Struves Karriere als Kämpfer hängt am seidenen Faden. Wie sein Manager Lex McMahon in einer Pressemitteilung verkündete, hat man bei dem 2,13 Meter großen UFC-Schwergewicht eine Herzkrankheit diagnostiziert.

Während eines Krankenhausaufenthalts stellten Ärzte fest, dass Struve an einer sogenannten bikuspidalen Aortenklappenerkrankung leidet. Dabei handelt es sich um eine angeborene Veränderung der Aortenklappe, die bei Struve aus nur zwei statt drei Klappensegeln besteht. Die Aortenklappe reguliert den Blutfluss vom Herz in die Aorta, das größte Blutgefäß des menschlichen Körpers.

Zusätzlich stellte sich heraus, dass Struve ein vergrößertes Herz hat. In Kombination mit der Aortenklappenerkrankung pumpt es nur 70 Prozent des Bluts in die Aorta. Die restlichen 30 Prozent fließen zurück ins Herz. Dies kann zur Einschränkung der Leistungsfähigkeit, Atemnot und unter Belastung sogar zum Bewusstseinsverlust führen.

Struve muss nun zwei Monate lang Medikamente einnehmen und leichte Herzübungen durchführen. Die Resultate dieser Behandlungsphase werden Aufschluss über weitere, eventuell notwendige Behandlungen geben.

„Stefan ist sich der Ernsthaftigkeit seines Zustandes bewusst“, heißt es im offiziellen Statement des Managers. „Er sieht die Situation aber optimistisch und ist davon überzeugt, ein langes, gesundes, aktives und glückliches Leben führen und letztendlich wieder ins Octagon steigen zu können, um sein Ziel, den UFC-Schwergewichtstitel zu gewinnen, wahr werden zu lassen.“

Seitens der UFC ermöglichte man Struve direkt die bestmöglichste medizinische Versorgung, sowohl in den USA als auch in Struves Heimat, den Niederlanden.

Struve meldete sich indes persönlich via Twitter zu Wort: „Danke für die ganzen Genesungswünsche. Aufgeben ist für mich keine Option. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um wieder kämpfen zu können.“