MMA Restliche Welt

Silva: Null Respekt vor Mayweather

Anderson Silva (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Boxen vs. MMA – eine unendliche Geschichte, die seit dieser Woche um ein Kapitel reicher ist: der einst Gewichtsklassen übergreifend beste MMA-Kämpfer der Welt und der derzeit Gewichtsklassen übergreifend beste Boxer im verbalen Schlagabtausch. In der Radiosendung „Sway in the Morning“ kritisierte Anderson Silva den unbesiegten Box-Weltmeister Floyd Mayweather Jr. wegen dessen Respektlosigkeit gegenüber dem MMA-Sport.

Moderator Sway versuchte im Laufe seiner Radiosendung mehrfach, das Gespräch auf Mayweather zu lenken, aber Silva antwortete nur: „Wer? Mayweather? Ich kenne diesen Kerl nicht!“

Stattdessen lobte Silva andere Faustkämpfer: „Boxen ist ein großartiger Sport. Mein Vater hat viele Jahre in Brasilien geboxt. Ich mag die Historie des Boxens, die Tradition. Die Menschen in den USA lieben das Boxen. Ich sehe gerne Roy Jones, Oscar de la Hoya und Vinny Pazienza boxen.“ Muhammad Ali bezeichnete er als den größten Boxer aller Zeiten, da er nicht nur gut gekämpft, sondern auch die Welt verändert hätte.

Als ein Anrufer Silva erneut auf Mayweather ansprach, fragte er zuerst: „Wer ist das? Papa Schlumpf?“ Dann ließ er sich doch noch dazu überreden, seine abneigende Haltung gegenüber dem mehrfachen Box-Champion zu erklären: „Mayweather ist ein guter Boxer. Ich will aber nicht über ihn reden, denn der Kerl respektiert mich nicht. Ich respektiere jeden Menschen. Ich bin ein Vertreter des besten Sports der Welt und Mayweather muss das respektieren. Aber er hat vor nichts Respekt. Es tut mir leid, aber ich respektiere ihn nicht.“

Welche Boxerlaus ist Silva da wohl über die Leber gelaufen? Es ist seit Jahren bekannt, dass Mayweather nicht gerade ein Freund des MMA-Sports ist. Silva sieht sich als Repräsentant des MMA-Sports – wer schlecht über MMA redet, redet auch schlecht über ihn.

Hinzu kommt:  Als Mayweather im Juli nach einer Pressekonferenz auf Anderson Silva angesprochen wurde, wies er den Reporter schroff zurück: „Ich respektiere, was diese Jungs tun, aber hey, das hier ist Boxen. Ich kenne diesen Kerl nicht! Sag mir mal, ob er seit 17 Jahren an der Spitze steht! Was, nur seit zwölf Jahren? Dann fehlt ihm ja noch ein halbes Jahrzehnt.“