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Shinya Aoki ist bereit für eine Handvoll Gegner

Aoki ist bereit für DREAM.17. (Foto via pancakelanding.com)

Allem Anschein nach schreibt DREAMs Leichtgewichtschampion Shinya Aoki (27-5) Geschichte, denn in den letzten Wochen musste er sich auf rekordverdächtige fünf (!) Gegner vorbereiten, die dann reihenweise absprangen, bis einer übrig blieb.

Zuerst sollte der japanische Grappling-Spezialist auf Willamy Freire (17-4) treffen, dieser sagte jedoch aufgrund von Reisepass-Problemen ab und so wurde ein Duell gegen Antonio McKee (25-4-2) kurzfristig festgemacht. Wenig später sprang jedoch auch McKee ab und nannte Visaprobleme als Grund seiner Absage. Einen Tag darauf war Jamie Varner (17-5-1) in aller Munde, der als nächster Gegner scheinbar in Frage kam, doch dann wurde "The Ultimate Fighter 8"-Teilnehmer Shane Nelson (13-5) als sicherer Kontrahent genannt. Aber auch hier wurde wieder alles auf den Kopf gestellt, denn wenige Stunden nach dieser Ankündigung wurde von offizieller Seite bestätigt, dass Rich Clementi (40-19-1) die Zusage für den Kampf am 29. Mai bekommen hat. Wenn die Kampfvermittler der japanischen Organisation sich diesmal einig bleiben, wird Clementi in 10 Tagen, bei "DREAM.17: Fight for Japan", gegen Aoki in den Ring steigen.

Der Grund für die vielen Absagen könnte damit zusammenhängen, dass Aoki einer der meist gefürchtetsten Bodenkämpfer der MMA-Welt ist, denn laut Mike Cogan, dem Repräsentanten von FEG/DREAM für Amerika , drücken sich Aokis Gegner aus Angst vor einer Niederlage.

"Ich arbeite eng mit einem Reiseagenten aus L.A. zusammen, der mir versicherte, dass die Reisepapiere sowie Visa garantiert bis Donnerstag bereit stünden", so Kogan. "Somit wäre genug Zeit bis zum Kampf am Wochenende. Die Visa-Geschichte ist doch nur eine Ausrede. Ich hätte eine kreativere Lüge erwartet."

Shane Nelson, der den Kampf tatsächlich gewollt zu haben scheint, wurde jedoch von Aoki höchst persönlich abgelehnt. Der Japaner machte Nelson, dem ein Vertrag über zwei DREAM-Kämpfe angeboten wurde, damit einen Strich durch die Rechnung und versperrt diesem damit eine Chance im japanischen MMA Fuß zu fassen. Mehreren Quellen zufolge wollte "Tobikan Judan", so Aokis Spitzname, den Vertrag für das Aufeinandertreffen mit Nelson nicht unterzeichnen, sondern schlug selbst Rich Clementi vor.

Clementi wird damit das erste Mal seit über fünf Jahren wieder in einen japanischen Ring steigen. Damalig unterlag er Caol Uno im März des Jahres 2006 bei „Hero´s 4“ in Tokyo.