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Scott Coker: Josh Barnett will den Kampf gegen Fedor Emelianenko

Josh Barnett (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Am vergangenen Samstag sagte Fedor Emelianenko seinen japanischen Fans auf Wiedersehen. Der Russe befindet sich auf seiner Abschiedstournee und will noch zwei Kämpfe machen. Einen in den USA und den letzten in Russland. Für den USA-Kampf scheint sich ein alter Bekannter zu bewerben: Josh Barnett. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Pride- und Affliction-Tagen, trafen jedoch nie aufeinander. Das könnte sich bald ändern.

„Der Typ, der schon die ganze Zeit an meine Tür klopft, ist Josh Barnett“, sagte Bellator-Präsident Scott Coker im Rahmen des Japan-Events. „Er hatte vor zwei Wochen einen unglücklichen Vorfall in Hawaii, als er krank war. Ich bin die ganze Zeit mit ihm in Kontakt und er erholt sich gerade. […] Wir werden ihn noch einmal gegen Ronny Markes ansetzen und sehen, was passiert. Fedor möchte den Kampf. Ich weiß, dass Barnett den Kampf will. Er sagt es mir immer wieder. Vielleicht können wir den Kampf auf die Beine stellen.“

Barnett wäre es nach Jahren der Jagd endlich am Ziel, dem Kampf gegen Fedor Emelianenko. Obwohl die beiden jahrelang im Kader von Pride standen, kam es nie zum Duell. Barnett konnte sich nur gegen den kleinen Bruder Alexander Emelianenko durchsetzen, verlor später jedoch das Finale im Openweight-Turnier gegen Mirko „CroCop“ Filipovic. Nachdem Ende von Pride unterschrieb Josh Barnett nicht direkt in der UFC, sondern jagte weiter dem Kampf gegen Emelianenko hinterher.

Fast wäre es 2009 bei Affliction MMA dazu gekommen, doch ein positiver Dopingtest bei Barnett ließ den Kampf platzen, das Event wurde abgesagt, Affliction MMA kurz darauf wieder Geschichte. Nachdem der Kampf der beiden auch bei Strikeforce nicht zustande kam und Emelianenko seinen ersten Rücktritt erklärte, unterschrieb Barnett bei der UFC, kämpfte dort fünf Mal, wurde erneut gesperrt und wechselte schließlich in diesem Jahr zu Bellator MMA, wo er erneut mit Coker zusammenarbeitet. Barnett hat den Kampf gegen Emelianenko immer noch im Blick, doch sein Wille ist nicht entscheidend.

„Es geht darum, was Fedor will“, so Coker weiter. „Ich will, dass er sich von diesem Sport respektiert fühlt. Es ist unser Job, sicherzustellen, dass er solange kämpfen kann, wie er es möchte. Wenn er am Samstag zurückgetreten wäre, hätte ich ihn auch dabei unterstützt. Was auch immer er will. Ich habe mich mit seinen Leuten unterhalten und wenn wir einen Kampf in Moskau abhalten können, das wäre wie die Rückkehr eines Königs.“

Emelianenko kämpfte in seiner ganzen Karriere nur sieben Mal in Russland und nur ein Mal 2011 gegen Jeff Monson in der Hauptstadt Moskau. Vor heimischer Kulisse die legendäre Karriere beenden, wäre nicht nur ein passender Abschied für den „Last Emperor“, sondern auch eine besondere Herzensangelegenheit für Bellator-Präsident Scott Coker.

„Es sollte eine große Feier werden. Eine Ehrung für Fedor, auch wenn er die wahrscheinlich nicht einmal will, weil er so bescheiden ist. Aber ich bin der Meinung, dass er nach all den Jahren einfach der Beste aller Zeiten ist und das hat er am Samstag erneut unter Beweis gestellt. So gut wie hier habe ich ihn in den letzten anderthalb Jahren nicht gesehen. Er hat drei seiner letzten vier Kämpfe gewonnen, es läuft sehr gut für ihn. Die Entscheidung liegt also komplett bei ihm.“