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Scott Coker: Fedor ist der Größte, er muss nicht mehr kämpfen.

Scott Coker (Foto: Strikeforce)

Wie geht es mit Fedor Emelianenko weiter? Geht es überhaupt weiter für den 42-Jährigen oder war die schnelle Niederlage gegen Ryan Bader im Bellator-Turnierfinale schon der letzte Kampf der Legende? Bellator-Geschäftsführer Scott Coker ist jedenfalls der Meinung, dass Emelianenkos Vermächtnis bereits gut genug ist, um als Größter aller Zeiten in Rente zu gehen.

„Es ist nie leicht, einen Freund so zu sehen, wie er getroffen, ausgeknockt und verletzt wird“, sagte Coker auf der Pressekonferenz nach dem Kampf. „Aber ob er weitermacht, das ist ihm überlassen. Unsere Beziehung hat viele Jahre überdauert und er hat schon bei Strikeforce für mich gekämpft. Er muss nicht mehr kämpfen, er hat alles erreicht. Er ist schon das größte Schwergewicht aller Zeiten und hatte so einen starken Lauf. Für mich ist er der GOAT und das schon, seit den Tagen, in denen er gegen jeden Gegner gekämpft, der ihm vorgesetzt wurde.“

Emelianenko steht derzeit bei einer Bilanz von 38 Siegen und sechs Niederlagen. Der Russe war dabei von 2000 bis 2010 in 28 Kämpfen ungeschlagen und besiegte dabei bei Pride die Elite des Schwergewichts, darunter Antonio Rodrigo Nogueira, Mirko „Cro Cop“ Filipovic, Mark Coleman oder später die früheren UFC-Champions Tim Sylvia und Andrei Arlovski. Die Serie fand erst bei Strikeforce gegen Fabricio Werdum ihr Ende.

Nachdem er im Anschluss von Antonio Silva und Dan Henderson ausgeknockt wurde, verabschiedete sich Emelianenko 2012 mit Siegen über Satoshi Ishii, Jeff Monson und Pedro Rizzo zum ersten Mal vom MMA, kehrte aber 2015 bei Rizin zurück, bevor er vor zwei Jahren bei Bellator unterschrieb. Dort konnte er Frank Mir und Chael Sonnen besiegen, wurde aber von Matt Mitrione und am vergangenen Samstag von Ryan Bader ausgeknockt.

Der Russe gab am Sonntag auf Instagram bekannt, dass er sich trotz Niederlage gut fühle und auch die Platzwunde nicht tief sei. Zu seiner Zukunft äußerte sich Emelianenko nicht, zuvor hatte er jedoch bereits vage Rücktrittsgedanken geäußert. Sollte der 42-Jährige weitermachen, kann er sich seine nächste Organisation aussuchen. Wie Coker angab, ist der Vertrag bei Bellator mit dem Kampf gegen Bader ausgelaufen.