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Russisches Sportministerium: Die Kinderkämpfe waren nicht rechtmäßig

Die Minister bei ihrer Besprechung (Foto: minsport.gov.ru)

Am Dienstag haben sich Mitglieder des russischen Sportministeriums, des tschetschenischen Ministeriums für Körperkultur und Sport, der Russian MMA Union und weiterer Behörden zusammengesetzt, um über die umstrittenen Kinderkämpfe bei der tschetschenischen MMA-Organisation World Fighting Championships of Akhmat (WFCA) zu debattieren.

Bei dem Treffen kamen die Minister zu dem Schluss, dass die am 4. Oktober in Grosny durchgeführten Kämpfe nicht rechtmäßig waren. Tschetscheniens Präsident Ramzan Kadyrov, der Besitzer von WFCA, hatte bei der Veranstaltung drei seiner Söhne (8, 9 und 11 Jahre alt) in MMA-Kämpfen antreten lassen. Die Kinder trugen dabei keine zusätzliche Schutzausrüstung. Laut Regelbuch der Russian MMA Union dürfen Kinder erst ab 12 Jahren MMA-Kämpfe bestreiten und müssen bis zum 18. Lebensjahr Schutzausrüstung tragen.

Darüber hinaus stellten die Minister fest, dass sich die Veranstaltung nicht auf der Liste für geplante Sportevents in Tschetschenien befand. Demzufolge war die Veranstaltung weder angemeldet noch reguliert.

Als Folge bekommt WFCA die Auflage, zukünftig enger mit dem Sportministerium und anderen Behörden zusammenzuarbeiten, um solche Irregularitäten zu verhindern. Die Minister wollen die Organisation schriftlich zur Ordnung rufen. Eine Strafe wird es nicht geben.

MMA-Legende Fedor Emelianenko hatte die Kinderkämpfe in seiner Funktion als Präsident der Russian MMA Union verurteilt und damit die Untersuchung durch das russische Sportministerium ins Rollen gebracht. Der 40-Jährige wurde dafür in den sozialen Netzwerken von vielen Seiten angegriffen.