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Rousey mit Armbar Nummer Sieben, Machida bezwingt Henderson

Ronda Rousey verteidigte erstmals ihren UFC-Titel. (Foto: Zuffa LLC)

Ronda Rousey hat es erneut getan! Auch in ihrem siebenten Profi-Kampf schnappte sie sich in der ersten Runde den Arm ihrer Gegnerin und zwang sie zur Aufgabe. Liz Carmouche machte es Rousey dabei im ersten Frauenkampf der UFC-Geschichte jedoch alles andere als leicht.

Die beiden Kontrahentinnen lieferten sich zu Beginn einen kurzen Schlagabtausch, bis Rousey sich an Carmouche festklammerte und sie am Käfig zu Boden zerrte. Carmouche befreite sich aus den Fängen der ehemaligen Olympionikin und schnappte sich ihren Rücken. Die Herausforderin versuchte einen Rear-Naked Choke anzusetzen, was ihr jedoch nicht gelang, woraufhin sie aus der Position starken Druck auf Rouseys Nacken und Kiefer ausübte. Die Championesse kontte Carmouche jedoch abschütteln und sicherte sich am Boden die Sidemount, von wo aus sie sich nach ein paar Schlägen den siebenten Armbar im siebenten Kampf sicherte.

Im Co-Hauptkampf versuchte sich Dan Henderson zu Beginn vorwiegend mit Low Kicks, während Lyoto Machida viel Zeit damit verbrachte, Hendo mit angetäuschten Angriffen auszutesten. Im zweiten Durchgang zeigte sich Machida gewohnt passiv, wartete auf Hendersons Attacken und konterte diese größtenteils aus. Im der dritten Runde sicherte sich Henderson einen Takedown, konnte jedoch kaum etwas am Boden ausrichten, da Machida dank seiner Guard keinen Spielraum für Angriffe ließ. Der Brasilianer schnappte sich ein Arm und nutzte die Gelegenheit, wieder auf die Beine zu kommen. Im Stand versuchte Machida noch einmal anzugreifen, für ein vorzeitiges Ende war es jedoch zu spät. Zwei Punktrichter hatten Lyoto Machida mit 29:28 vorne, während der dritte Dan Henderson knapp als Sieger sah.

Urijah Faber sicherte sich zügig einen Takedown und ließ harte Ellenbogen auf seinen Gegner Ivan Menjivar niederhageln. Menjivar konnte sich nach einem gescheiterten Armbar-Versuch aus der misslichen Lage lösen und versuchte aufzustehen. In diesem Moment sprang Faber auf Menjivars Rücken und brachte den Kämpfer aus El Salvador stehend im Rear-Naked Choke zum Abklopfen.

Court McGee machte Josh Neer im Stand gehörig Druck. Mit einer Reihe von Jabs und Kombinationen setzte er seinem Gegner in der ersten Runde zu und schickte ihn am Ende der Runde mit einigen Körpertreffern sogar auf die Matte. Neer fand im zweiten Durchgang besser in den Kampf und landete viele harte Treffer. In der letzten Runde gaben beide noch einmal im Stand Gas, bis McGee kurz vorm Kampfende noch einen Takedown auspackte. Die Punktrichter werteten letztendlich alle drei Runden an McGee, der somit nach zwei Niederlagen in Folge wieder den Weg auf die Siegerstraße finden konnte.

Josh Koscheck benötigte nur wenige Sekunden, um Robbie Lawler zu Boden zu bringen. Lawler versuchte zu entkommen, landete aber wieder auf dem Rücken. Am Käfig kam „Ruthless“ langsam wieder auf die Beine und feuerte harte Fäuste auf Koscheck ab, der sich noch an einem Bein festklammerte. Koscheck zeigte nach einer krachenden Rechten keine Gegenwehr mehr, sodass Ringrichter Herb Dean den Kampf abbrach.

Das Vorprogramm

Nach zwei K.o.-Niederlagen in Folge ging Brendan Schaub im Kampf gegen Lavar Johnson auf Nummer sicher. Nach wenigen Sekunden holte er sich den ersten Takedown und nahm Johnson in einen D'Arce Choke, der jedoch nicht zum Erfolg führte. Über drei Runden vermied Schaub den Standkampf und verlagerte das Duell immer wieder zügig auf die Matte, wo er zwar keinen großen Schaden anrichten, den Kampfverlauf jedoch bestimmen konnte. Dementsprechend werteten die Punktrichter den Kampf allesamt für Brendan Schaub.

Während sich Michael Chiesa in der ersten Runde gegen Anton Kuivanen im Stand noch etwas schwer tat, drehte er im zweiten Durchgang auf. Mit einem hart erarbeiteten Takedown leitete er das Ende ein, indem er sich den Rücken seines Gegners sicherte. Hier verteidigte Kuivanen zunächst den Würgegriff, fand sich letztendlich aber doch in einem engen Rear-Naked Choke wieder und musste abklopfen.

Dennis Bermudez und Matt Grice brachten im Kampf des Abends die Halle zum Kochen. Mehrfach wurde Bermudez in den ersten beiden Runden mit Schlägen zu Boden geschickt, wobei er zum Ende der zweiten Runde mehr und mehr in den Kampf fand. In der dritten Runde war Bermudez auf Angriffskurs und deckte seinen Gegner so sehr mit Schlägen ein, dass dieser einen Großteil der Runde auf wackeligen Beinen bestritt. Die Punktrichter waren sich am Ende nicht einig, erklärten jedoch Bermudez aufgrund der dominanten letzten Runde zum Sieger.

Sam Stout und Caros Fodor lieferten sich einen Kampf, indem alle Element des MMA-Sports vorkamen. Fodor übte von der ersten Sekunde an Druck aus, fand sich aber über weite Teile des Kampfes mit Stout im Clinch wieder. Letztendlich waren vermutlich Stouts Takedowns bei der Entscheidung der Punktrichter wegweisend. Nur knapp wurde der Kanadier zum Sieger erklärt.

Kenny Robertson hatte gegen Brock Jardine zunächst Anlaufschwierigkeiten, konnte den Kampf dann aber zu seinen Gunsten drehen. Nachdem Würgegriffe nicht zum Erfolg führten, schnappte sich Robertson das Bein seines Gegners und brachte ihn mit einem Kneebar zur Aufgabe.

Die beiden Ultimate Fighter Teilnehmer Neil Magny und Jon Manley lieferten sich einen abwechslungsreichen Kampf, in dem Magny schnell die Ruder in die Hände nahm. Magny überzeugte mit Takedowns sowie sicherer Kontrolle im Stand, sodass die Punktrichter ihn einstimmig zum Sieger erklärten.

Im ersten Kampf des Abends präsentierten die beiden Strikeforce-Importe Nah-Shon Burrell und Yuri Villefort den Zuschauern eine ansehnliche Schlacht. Während Villefort im Stand vorwiegend mit Leg Kicks punktete, landete Burrell einige harte Treffer. Villefort versuchte die Punktrichter mit Takedowns zu überzeugen, konnte diese aber kaum durchbringen. Die Punktrichter waren sich am Ende einig und erklärten Burrell zum Sieger.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC 157: Rousey vs. Carmouche
23. Februar 2013
Honda Center in Anaheim, Kalifornien, USA

Frauen-Bantamgewichtstitelkampf
Ronda Rousey bes. Liz Carmouche via Armbar nach 4:49 in Rd. 1

Lyoto Machida bes. Dan Henderson nach Punkten (28:29, 29:28, 29:28)
Urijah Faber bes. Ivan Menjivar via Standing Rear-Naked Choke nach 4:34 in Rd. 1
Court McGee bes. Josh Neer nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Robbie Lawlor bes. Josh Koscheck via T.K.o (Schläge) nach 3:57 in Rd. 1

Vorprogramm
Brendan Schaub bes. Lavar Johnson nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Michael Chiesa bes. Anton Kuivanen via Rear-Naked Choke nach in Rd. 2
Dennis Bermudez bes. Matt Grice nach Punkten (28:29, 29:28, 29:28)
Sam Stout bes. Caros Fodor nach Punkten (28:29, 29:28, 29:28)
Kenny Robertson bes. Brock Jardine via Kneebar nach 2:57 in Rd. 1
Neil Magny bes. Jon Manley nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28)
Nah-Shon Burrell bes. Yuri Villefort nach Punkten (30:27, 29:28, 29:28)