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Ronda Rousey gegen Cyborg Santos?

Auf der Waage: "Rowdy" Ronda Rousey strotzt vor Selbstbewusstsein. (Foto: Marcus Schmidli/GroundandPound)

Nachdem Ronda Rousey heute Morgen einen weiteren souveränen Armbar-Erfolg und damit ihre Titelverteidigung bei Strikeforce feiern konnte (GnP berichtete), fragt man sich derzeit, wer der Bantamgewichtschampioness noch gefährlich werden könnte. Neun MMA-Kämpfe (drei davon als Amateurin), neun Siege – allesamt durch Armbar in Runde eins.

Ganz gleich wie hochwertig die Konkurrenz, die Amerikanerin scheint sich auf einem eigenen Level zu befinden und besiegt selbst Ex-Titelträgerinnen in Sekunden, als wären diese Amateure.

Cristiane „Cyborg“ Santos wird von vielen als die wohl einzige Bedrohung für Rousey angesehen. Die frühere Federgewichtschampioness sprach vor wenigen Tagen davon, unbedingt gegen die Judo-Expertin antreten zu wollen. „[]...wenn es sein muss auch auf dem Parkplatz neben der Arena“, so die Brasilianerin.

Rousey antwortete darauf, Minuten nach ihrer Titelverteidigung, in der TV-Übertragung: „Ich bin der Champion. Der Champion kommt nicht zu dir, sondern du kommst zum Champion. Wenn du gegen mich kämpfen willst, kommst du runter ins Bantamgewicht! Wir können uns aber auch später im Parkhaus treffen und es dort zu Ende bringen.“

Das offizielle Wiegen: Cyborg steht auf und winkt Rousey zu, um auf sich aufmerksam zu machen. (Foto: Tracy Lee/combatlifestyle.com)

Nachdem die Brasilianerin vor wenigen Tagen noch voller Enthusiasmus schien und sogar beim offiziellen Wiegen (GnP berichtete) dadurch auffiel, Rousey auf sich aufmerksam machen zu wollen (siehe Bild), macht Santos nun einen Rückzieher.

„Ich werde meine Gewichtsklasse nicht wechseln“, so Cyborg über Rouseys Herausforderung. „Ich denke nicht, dass dieser Kampf zustande kommt. Ich werde mein Gewicht nicht ändern. Da ich scheinbar im Federgewicht (66kg) keine Gegnerinnen finde, warte ich auf die Vertragsauflösung meines Zuffa-Kontrakts.“

Experten sind geteilter Meinung über diese Entscheidung. Auf der einen Seite besteht die Annahme, die Brasilianerin könne die 61kg für das Bantamgewicht nicht erreichen, andererseits gibt es ebenso viele Stimmen, die nun behaupten, Santos sei geschockt über die Leichtigkeit und Souveränität der Armbar-Erfolge, will kein Risiko eingehen, selbst in einem dieser Aufgabegriffe abzuklopfen und versucht deswegen, die Organisation zu wechseln.

Ob Zuffa der geforderten Vertragsauflösung Folge leisten wird, ist fraglich. Santos deutete ebenfalls an, bei Invicta FC auftreten zu wollen, jedoch muss man nun abwarten wie die Strikeforce-Offiziellen, allen voran Scott Coker, entscheiden werden.

Rousey bot an, im Januar wieder kämpfen zu wollen. Santos' Steroid-Suspendierung läuft im Dezember ab. Man mag nun spekulieren, ob es doch noch zum Duell kommt, sofern genug Geldscheine auf dem Verhandlungstisch landen. Abwarten und Tee trinken lautet die derzeitige Devise.