MMA Restliche Welt

Rich Franklin am Flughafen in Los Angeles verhaftet

Im Flugzeug noch Autogramme geschrieben, am Flughafen verhaftet: Rich Franklin (Symbolfoto: Official Navy Page from United States of America Mass Communication Specialist Seaman Harry Andrew D. Gordon/U.S. Navy/Wikimedia Commons)

Rich Franklin reist viel um die Welt. In seiner Funktion als Vorstand bei der asiatischen Organisation One Championship muss der einstige Mittelgewichtschampion der UFC regelmäßig den halben Erdball überqueren, will er seinen Pflichten nachkommen. Normalerweise ist das kein Problem. Diesen Dienstag war es eins, denn Franklin wurde am Flughafen festgenommen. Dabei war er gar nicht gemeint.

„Angeblich gibt es einen Schwerverbrecher, der den gleichen Namen trägt wie ich", so Franklin gegenüber den Kollegen von Fox Sports. „Ich kenne nicht alle Details, denn Homeland Security gibt mir keine, ich weiß nicht, ob er den gleichen zweiten Vornamen hat wie ich, aber anscheinend stimmen Vor-, Nachname und möglicherweise das Geburtsdatum überein.” Ein komischer Zufall. Jedoch nichts Neues für Franklin, der bereits seit zehn Jahren mit diesem Doppelgänger Probleme hat. Allerdings sei es noch nie so ausgeartet wie am Dienstag.

„Ich habe bei der Ausreise nie Probleme, nur wenn ich zurück komme, werden mir immer wieder diese Fragen gestellt", erzählt er weiter. „Heute war es nicht anders. Die Beamtin stellt mir Fragen, wie oft ich ausreise, ich bin erst vor zwei Monaten das letzte Mal aus Asien zurückgekommen. Dann steht sie auf, sagt einem Beamten nur "10:15" und ich habe mich gewundert, denn es war nicht 10:15 Uhr, aber nah genug dran, als dass man denken könnte, sie sagt ihm nur die Uhrzeit.”

„Langer Rede, kurzer Sinn: der Beamte steht auf und, hier muss man sich vorstellen, dass das bei der Einreise vor Hunderten von Leuten passiert, die auch alle aus dem Flugzeug kommen, verlässt seine Kabine und verpasst mir Handschellen. Hände auf den Rücken und Handschellen dran.” Franklin beschreibt, dass er sich zu jenem Zeitpunkt sicher war, dass es erneut um den anderen Mann mit seiner Identität gehe, aber keiner der Beamten wollte seine Fragen beantworten, während er in eine Zelle gesteckt wurde. 15 Minuten später war der Spuk dann allerdings wieder vorbei, nachdem die Behörden Franklins Identität feststellen konnten.

„An dem Punkt war ich schon ziemlich verärgert und habe die Beamten aufgefordert, mir mein Zeug zurückzugeben. Ihr wollt wissen, warum ich gerade aus Asien zurückkomme? Weil ich am Wochenende vor Soldaten sprechen soll. Es ist einfach verrückt", so Franklin. Das Schlimmste am ganzen Vorfall war jedoch nicht die Unterbringung in der Zelle, sondern dass Franklin Minuten vorher im Flugzeug noch von Fans nach Autogrammen gefragt wurde und dann wenig später in Handschellen an ihnen vorbei geführt wurde.