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Ricco Rodriguez findet keinen Gegner

Ricco Rodriguez (Foto via mmalinker.com)

Was ein großes Comeback hätte werden können endete nun mit einer Kampfabsage. Zu Beginn sah alles ganz gut für den 32-Jährigen aus. Ricco Rodriguez (42-11) hatte es geschafft, nach sieben Siegen in Folge, mit der japanischen MMA Organisation DREAM einen neuen Arbeitgeber zu finden. Als die Verantwortlichen den früheren UFC Schwergewichtchampion als Gegner für den derzeitigen Strikeforce Schwergewichtchampion Alistair Overeem (33-11) bei Dream 15 ansetzten, sah es schon fast so aus, als ob Rodriguez sogar die Chance erhalten würde, mit nur einem Kampf zurück zur Elite der MMA- Schwergewichtskämpfer gelangen zu können.

Doch nun ist alles ganz anders gekommen. Der „Demolition Man“ zeigte wenig Interesse gegen Rodriguez zu kämpfen und erteilte den Japanern eine Absage (wir berichteten). Zum Leidwesen von Rodriguez zeigte sich kein anderer Kämpfer bereit, mit  einer kurzen Vorbereitungsphase gegen den Amerikaner anzutreten. Sogar Kämpfer wie Ikuhisa Minowa, welche gelegentlich Tage vor einen Event noch einen Kampf akzeptieren, hielten es für besser, nicht zu kämpfen. Dies dürfte Rodriguez zwar schmeicheln, jedoch mussten die Verantwortlichen nun den American Fight Club Kämpfer endgültig von der Kampfkarte streichen.

Dies ist ein herber Rückschlag für Rodriguez. Seit seiner Entlassung bei der UFC kämpfte das Schwergewicht immer wieder mit persönlichen Problemen, darunter auch einer Kokainabhängigkeit und teils enormem Übergewicht. Der UFC und Pride Veteran kämpfte seitdem bei unzähligen kleineren Organisationen und dürfte somit eine große Chance verpasst haben, sich endlich wieder auf internationaler Bühne zu beweisen. Nur hat er es diesmal nicht selbst verschuldet.