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Rashad Evans: „Die Blackzilians gibt es im Prinzip nicht mehr.“

Rashad Evans (Foto: Florian Sädler)

Im Jahr 2010 gründete MMA-Manager Glenn Robinson die Blackzilians, ein Kampfsportteam, das zügig durch die Mitgliedschaft vieler berühmter Kämpfer Bekanntheit erlangte. Etwas über sechs Jahre nach der Gründung scheint die Mannschaft nun vor der Auflösung zu stehen. Rashad Evans, der von Anfang an dabei ist, gab am Montag in der MMA Hour einen Einblick in die Geschehnisse.

„Die Wahrheit ist, dass das Team zersplittert ist“, sagte Evans. „Es wurde für Glenn einfach zu schwer, das Ganze zusammenzuhalten. Henri (Hooft) wollte seine eigene Marke mit einbringen und das war einfach nicht das, was Glenn wollte. Das ist ein Teil der Splitterung, aber ein anderer Teil ist, dass wir kein Gym mehr haben. Unser Gym wurde verkauft und Glenn sollte ein neues Gym aufbauen. Die Kämpfer sind dann in ein vorübergehendes Gym gezogen. Im temporären Trainingscenter gab es dann einen Bruch. Ein Teil des Teams blieb im vorübergehenden Gym und über die Hälfte des Teams ist mit Henri gegangen. Ich bin mit Henri gegangen.“

Henri Hooft war der Striking-Coach der Blackzilians. Zusammen mit dem Ringer-Coach Greg Jones ist er nun für das Training in einem anderen Gym in Boca Raton zuständig. Neben Rashad Evans haben unter anderem auch Anthony Johnson, Michael Johnson, Kamaru Usman und Gilbert Burns die Truppe verlassen. Dass sich Evans für diesen Schritt entschieden hat, hat vor allem mit dem Klima im Gym zu tun.

„Mir ging es mittlerweile so auf die Nerven, ins Gym zu gehen und dort Brände zu löschen“, erklärte Evans. „Es gab da so viel Drama und jeder hat um Macht und Position gerangelt. Ich wollte einfach nur trainieren. Und es gibt genug andere, die einfach nur trainieren wollen. Dafür wurde das Team gegründet. Wir wollten großartige Trainingsbedingungen. Aber wenn man alles andere mit einbringt, das ganze Drama, dann ist das einfach nur ermüdend. […] Es war so viel Drama, schlimmer als zehn Highschools zusammen. Es hat irgendwann einfach keinen Spaß mehr gemacht, ins Gym zu gehen.“

Neben Evans haben in der Vergangenheit auch Kämpfer wie Vitor Belfort, Eddie Alvarez, Tyrone Spong und Rico Verhoeven bei den Blackzilians trainiert. Doch kann man offiziell von der Auflösung des Teams sprechen? So weit will Evans nicht gehen.

„Ich will nicht sagen, dass es sie nicht mehr gibt“, sagte Evans über die Blackzilians. „Ich will da keinen Stempel draufdrücken und sagen, es gibt sie nicht mehr. Aber es ist definitiv nicht mehr so, wie es mal war. Das ist sicher. Und viele der anderen Kämpfer haben bereits ihre eigenen Teams gegründet.“