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„Rampage, du bist nicht auf meinem Level!“

Chael Sonnen sichtlich angewidert. (Foto: Elias Stefanescu/GroundandPound)

Der selbsternannte Mittelgewichtschampion Chael Sonnen ist UFC-Zuschauern bestens bekannt dafür, eine große Klappe zu besitzen. Nachdem der polarisierende Amerikaner den Titelkampf gegen Anderson Silva im Juli dieses Jahres durch TKO verlor, wurde es kurzweilig ruhig um seine Person.

Kommentator Joe Rogan vermutete, dass die Niederlage etwas bei Sonnen bewirkt habe, was diesen von nun an bescheiden vor der Kameralinse auftreten lässt. Dies bewahrheitete sich in den Interviews nach UFC 148.

Jetzt, gut zwei Wochen nach der Veranstaltung, scheint das jedoch alles vergessen, denn „der alte“ Chael Sonnen ist zurück, mit Provokationen gegenüber dem früheren Halbschwergewichtschampion Quinton „Rampage“ Jackson.

„Jackson steht vor seinem letzten UFC Kampf“, so Sonnen. „Dieser wird nicht gegen mich sein. Aber mal ehrlich: Rampage, wieso bleibst du nicht dabei, weibliche Reporter zu vergewaltigen, Flops in Hollywood zu drehen und Autounfälle zu verursachen, während du Energy Drinks säufst und auf der falschen Seite der Autobahn fährst? Junge, du bist nicht auf meinem Level!“

Sonnen spielte damit auf Jacksons Interviews an, bei denen dieser mit Reporterinnen flirtete und diese damit stets in Verlegenheit brachte, was in der Vergangenheit von Frauenrechtlerinnen stark kritisiert wurde. Mit dem „Flop“ war sein Auftritt im Hollywood Blockbuster „The A-Team“ gemeint, ebenso wurde der irrsinnige Autounfall aus dem Jahr 2008 angesprochen (GnP berichtete).

Bleibt es dabei? Wirkich Rampages letzter UFC-Kampf im Oktober in Rio? (Foto: Ben Kevan/Creative Commons)

Doch damit nicht genug, denn Sonnen hatte weitere Worte für den früheren PRIDE FC-Star parat: „Ich denke, Rampage ist eine Heulsuse. Er kann nicht ringen, ich denke er ist auch nicht fähig, jemanden auch nur halbwegs zu submitten und sein Boxen und Kickboxen sind ebenfalls auf keinem ernsthaften Niveau. Trotzdem ist er ein guter Kämpfer. Aber auch ein lächerlicher Kerl, denn er nimmt all das Geld mit, steht im Rampenlicht und will nun einfach gehen, weil ihm das nicht gut genug ist.“

Sonnen spielt damit auf Jacksons Worte zum Karriereende an, denn der Amerikaner äußerte sich negativ zur UFC und steht nun vor seinem letzten Kampf im Octagon (GnP berichtete).

Was Sonnen mit diesen Worten bezweckt, liegt auf der Hand: einen nächsten „großen Kampf“ sicherzustellen - gegen „Rampage“ Jackson. Dieser soll jedoch am 13. Oktober bei UFC 153 auf Glover Texeira treffen (GnP berichtete). Man darf gespannt sein, was sich aus dieser Situation entwickelt, denn sollten die Fans auf den „Sonnen-Zug“ aufspringen und dieses Duell forcieren, könnte UFC-Präsident Dana White nachgeben, wie er es des Öfteren tat, wenn sich ein großes Duell anbot. Dies wäre natürlich nur möglich, sofern Jackson mitspielt.