MMA Restliche Welt

Penn mit Skandalbuch?

BJ Penn ist ein Mann der gerne Klartext spricht. Deshalb wird es für viele MMA-Fans auch nicht verwunderlich sein, dass der Hawaianer  wie so viele Kämpfer vor ihm ein Buch veröffentlicht. Unter dem Titel "Why I Fight"  beschreibt der BJJ-Schwarzgurt unter anderem seine MMA-Karriere und Beweggründe, überhaupt ins professionelle Kampfgeschehen eingestiegen zu sein. Jedoch scheint sein Buch sich in einem Punkt von den vielen anderen Autobiografien zu unterscheiden: BJ Penn ist einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige Kämpfer, die ihren jetzigen Arbeitgeber und Präsidenten Dana White in ihrem Buch wie folgt beschreiben:

„Möchte ich mit ihm an einem Tisch zum Essen sitzen: Ja. Möchte ich mit ihm an einem Verhandlungstisch sitzen: Nein! Der Druck anderer Leute Geld zu verwalten hat ihn zu einem anderen Menschen werden lassen. Ich hatte vor einigen Jahren die Chance in Japan zu kämpfen. Sie wollten mir 187.500 $ bezahlen, was dem Fünffachen meiner damaligen Kampfbörse bei der UFC entsprach. Als es offiziell war, dass ich in Japan kämpfen werde, rief Dana mich an und sagte: Du Scheißkerl! Du bist erledigt! Du wirst nie wieder in der UFC kämpfen. Ich werde dich dem Erdboden gleich machen, du Scheißkerl! Komm bloß nicht später heulend zu mir und bitte mich darum, wieder für die UFC kämpfen zu dürfen. Du bist erledigt! Und so ging es weiter und weiter… Ich würde sagen, das ist sehr professionell, oder? Er ging sogar soweit und drohte mir, dass er meinen Kampf gegen Matt Hughes bei UFC 46 von der DVD entfernen lasse, damit mein Gesicht in Vergessenheit gerate! Ich versuchte ihm damals zu erklären, dass es so nicht enden müsse, aber er schrie und beleidigte mich nur weiter.“

 

Penn wird sich  mit seinem Buch nicht gerade sehr beliebt bei seinem jetzigen Arbeitgeber machen. Welche Konsequenzen es jedoch für solch eine Darstellung des UFC Präsidenten Dana White geben wird bleibt abzuwarten. White selbst dementierte die Aussagen Penns bereits. Er hätte bereits mit seinem ehemaligen Leichtgewichtschampion gesprochen und dieser gab an, für das Schreiben nicht verantwortlich gewesen zu sein (dies übernahm ein Ghostwriter) und das Buch vor Veröffentlichung nicht gelesen zu haben. Dass Penn dies nun offenbar abstreite, tue ihm einfach nur leid.