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Pearson stoppt Sotiropoulos, Whittaker und Parke gewinnen TUF

Die zweite internationale Staffel der Reality-Serie "The Ultimate Fighter" fand heute Morgen bei UFC on FX 6 ihren Abschluss. Die beiden Trainer George Sotiropoulos und Ross Pearson bekamen im Hauptkampf der Veranstaltung die Möglichkeit, der während der Staffel aufgebauten Rivaliät ein Ende zu setzen.

Pearson landete zeitig eine harte Rechte, die Sotiropoulos stark zum Wanken brachte. Der Engländer jagte den Australier sofort mit Schlägen quer durchs Octagon, doch der schwer angeschlagene Sotiropoulos konnte sich an seinem Gegner festklammern und sich etwas erholen. In der letzten Minute der ersten Runde sicherte sich Sotiropoulos dann sogar noch einen Takedown, doch Pearson verteidigte bis zum Rundenende die Submission-Versuche seines Gegners.

Beide Kontrahenten gingen etwas ruhiger in den zweiten Durchgang und tauschten ebenbürtig Schläge aus, bis Pearson den Australier erneut mit einem Schlag zu Boden schickte. Dorthin folgte er dem Grappling-Spezialisten jedoch nicht und dominierte die Runde stattdessen weiter im Stand.

In der dritten Runde drehte der Engländer auf. Erneut brachte Pearson seinen Gegner mit Schlägen zum Wackeln, verfolgte ihn quer durch den Käfig und schickte ihn letztendlich mit einem harten Körpertreffer auf die Matte. Der Ringrichter hatte genug gesehen und erklärte den Kampf für beendet.

Bradley Scott und Robert Whittaker lieferten sich eine unterhaltsame Schlacht um die TUF-Krone im Weltergewicht. In den ersten beiden Runden war es vor allem Whittakker, der seinen Gegner mit Kontertreffern unter Druck setzte. Im dritten Durchgang erkannte Scott die Dringlichkeit des vorzeitigen Siegs und ging mit aller Energie nach vorne. Beide Athleten landeten im Schlagabtausch einige gute Treffer, doch keiner der beiden konnte den Kampf vorzeitig beenden. Am Ende sahen alle drei Punktrichter Whittaker in zwei Runden vorne. Der Australier darf sich somit auf einen UFC-Vertrag freuen.

Im Leichtgewichtsfinale sicherte sich Norman Parke die TUF-Trophäe gegen Colin Fletcher. Der Australier überzeugte in den ersten beiden Runden durch seine Bodenarbeit, brachte seinen Gegner aber nie in eine gefährliche Situation. Fletcher drehte erst in der letzten Runde auf, doch mit seinen teils verrückten Aktionen im Stand brachte er Parke kaum in Bedrängnis. Am Ende waren sich die Punktrichter einig und erklärten Norman Parke zum Sieger.

Hector Lombard zeigte sich im Kampf gegen Rousimar Palhares so, wie man es sich in seinem UFC-Debüt gegen Tim Boetsch gewünscht hatte. Der Kubaner mied den Bodenkampf gegen den Heelhook-Spezialisten und dominierte den Kampf im Stand. Nach mehreren guten Treffern schickte er Palhares nach etwa eineinhalb Minuten in der ersten Runde mit einer krachenden Rechten zu Boden und knipste ihm mit hartem Ground and Pound die Lichter aus.

Das Vorprogramm

Chad Mendes machte kurzen Prozess mit seinem nur zwei Wochen vor dem Kampf eingesprungenen Gegner Yaotzin Meza. Deutlich flinker ging Mendes mit Leg Kicks und schnellen Kombinationen in den Kampf. Nach nicht einmal zwei Minuten landete der frühere Herausforderer auf den UFC-Federgewichtstitel eine präzise Overhand Right, mit der er seinen Gegner ins Land der Träume schickte.

Joey Beltran hatte keine großen Probleme gegen Igor Pokrajac. Mit kurzen Schlägen aus dem Clinch bearbeitete er seinen Gegner über längere Distanz und peilte dabei häufig Pokrajacs Körper an. Drei Runden lang zeigte er sich im Stand und im Clinch überlegen, was die Punktrichter mit einem einstimmigen Sieg belohnten.

Mike Pierce zeigte gegen Seth Baczynski das, was er am besten kann: Seine ringerischen  Fähigkeiten. In den ersten beiden Runden sicherte er sich Takedowns, landete einige Schläge und schob seinen Gegner quer durchs Octagon. Im letzten Durchgang konnte Baczynski den langsam müde werdenden Pierce im Stand mit Schlägen bearbeiten, doch der starke Ringer konnte sich kurz vorm Schluss einen weiteren Takedown sichern. Am Ende erklärten alle drei Punktrichter Pierce zum Sieger.

Beinahe wäre es im Kampf zwischen Ben Alloway und Manual Rodriguez zu einer der größten Fehlentscheidungen des Jahres gekommen. Nach einem harten Tritt gegen den Tiefschutz ging Rodriguez in der ersten Runde zu Boden. Ringrichter Steve Perceval hat das jedoch nicht gesehen und wollte Alloway zum Sieger durch TKO erklären. Nach einer kurzen Absprache mit Offiziellen wurde der Kampf wieder gestartet. Rodriguez setzte zum Takedown an, doch Alloway landete einen krachenden Front Kick, von dem sich Rodriguez nicht mehr erholte.

Brendan Loughnane und Mike Wilkonson lieferten sich einen recht ausgeglichenen Kampf, den Wilkonson am Ende aufgrund von leichten Vorteilen im Stand nach Punkten für sich entscheiden konnte.

Im ersten Kampf des Abends schickte Cody Donovovan seinen Gegner Nick Pennner in der ersten Runde mit einem kräftigen linken Haken auf die Bretter.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC on FX 6
14. Dezember 2012
Gold Coast Convention and Exhibition Centre in Gold Coast, Australien

Ross Pearson bes. George Sotiropoulos via TKO nach 0:41 in Rd. 3

TUF-Weltergewichtsfinale
Robert Whittaker bes. Brad Scott einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)

TUF-Leichtgewichtsfinale
Norman Parke bes. Colin Fletcher einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28)

Hector Lombard bes. Rousimar Palhares via TKO nach 1:38 in Rd. 1

Vorprogramm
Chad Mendes bes. Yaotzin Meza via KO nach 1:55 in Rd. 1
Joey Beltran bes. Igor Pokrajac einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Mike Pierce bes. Seth Baczynski einstimmig nach Punkten (30:27, 29:28, 29:28)
Ben Alloway bes. Manuel Rodriguez via KO nach 4:57 in Rd. 1
Mike Wilkinson bes. Brendan Loughnane einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Cody Donovan bes. Nick Penner via TKO nach 4:35 in Rd. 1