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ONE will Dopingtests nach WADA-Standards einführen

Demetrious Johnson kennt die WADA-Richtlinien noch aus der UFC (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

ONE Championship möchte sich im kommenden Jahr als weltweite Nummer 2 auf Augenhöhe mit der UFC etablieren. Nachdem man dem Marktführer in den vergangenen Monaten mit Demetrious Johnson, Eddie Alvarez und Sage Northcutt ein paar Hochkaräter abwerben konnte, möchte man sich nun auch sportlich seriöser aufstellen. So hat die Organisation seine Kämpfer darüber informiert, dass man ab 2019 ein Anti-Doping-Programm nach WADA-Richtlinien einführen wird.

So berichtet Asien-Insider James Goyder auf Twitter, dass die Kämpfer von ONE Championship darüber informiert wurden, dass sie demnächst gemäß WADA-Richtlinien Dopingtests abgeben müssen. Noch offen ist, ab welchem Zeitpunkt die Tests eingeführt werden und in welchem Ausmaß das Programm durchgeführt wird. Der WADA gehört auch die USADA an, die das Testprogramm bei der UFC durchführt und wo Kämpfer auch unangemeldete Trainingskontrollen über sich ergehen lassen müssen.

Der Ruf der USADA hat in den letzten Monaten nach mehreren Vorfällen auf Kämpfer-Seite jedoch stark gelitten, da die Behörde wiederholt Strafen reduzierte, nachdem Kämpfer die unwissentliche Einnahme von verbotenen Stoffen nachweisen konnten. Daraufhin litt auch die Glaubwürdigkeit der US-Behörde. Wie die Dopingkontrollen bei ONE Championship und ihrem internationalen Kader ablaufen werden, steht ebenfalls noch nicht fest.

Das WADA-Testprogramm markiert eine Kehrtwende zur Vorgehensweise der letzten Jahre. 2016 traf Geschäftsführer Chatri Sityodtong die vielzitierte Aussage, bei ONE würde man keine Dopingkontrollen machen, da die Kämpfer aus Respekt vor dem Gegner sowieso nicht dopen würden und es sich auch finanziell nicht leisten könnten.