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One Championship schafft Soccer Kicks ab

Ab jetzt untersagt: Soccer Kicks (Foto: One Championship)

Seit Jahren scheiden sich an dieser Technik die Geister: Soccer Kicks. Die einen wollen die Technik erlauben, um nicht weiter weg vom ursprünglichen Vale Tudo zu kommen. Die anderen erheben mit Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung des Sports den Zeigefinger. In den Unified Rules of MMA sind sie bereits verboten, nun ist ein weiterer Veranstalter nachgezogen: One Championship.

Knockouts durch Soccer Kicks gehören zum spektakulärsten und brutalsten, was der MMA-Sport weltweit zu bieten hat. Die heftigen Tritte gegen den Kopf des am Boden liegenden Gegners sind jedoch auch eine Steilvorlage für die immer noch zahlreichen Kritiker des Sports, die darin eine Verrohung der Jugend und Anschauungsmaterial für Kriminelle sehen.

Das sieht mittlerweile auch One Championship so, eine der letzten Organisationen, in denen die Soccer Kicks gegen den Kopf erlaubt waren. Seit 13. August ist das nicht mehr der Fall. Kämpfer können nun disqualifiziert werden, sollten sie absichtlich einen Soccer Kick gegen den Kopf des Gegners landen. Dabei soll der Ringrichter von Fall zu Fall entscheiden und neben der Absicht auch die Wirkung des Treffers bewerten.

Wie Vorstandsmitglied Chatri Sityodtong auf einem Pressetermin angab, soll die Verbannung der Technik nicht aufgrund etwaiger Verletzungen zustande gekommen sein, sondern aufgrund der Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit. Es gäbe keine Studien, die eine höhere Verletzungsgefahr bei Soccer Kicks im Vergleich zu normalen Head Kicks nachweisen.