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NSAC verweigert Overeem die Kampflizenz

Termin für nächste Anhörung in frühestens neun Monaten. (Foto: mmajunkie.com)

Am Dienstag beschloss die Nevada State Athletic Commission (NSAC) einstimmig, Alistair Overeem aufgrund seiner positiven Dopingprobe vom 27. März keine Kampflizenz zu erteilen. Der Niederländer hatte in einer unangekündigten Kontrolle ein zu hohes Verhältnis von Testosteron zu Epitestosteron aufgewiesen.

Bereits am Vortag gab Overeem bekannt, dass der hohe Testosteronwert durch ein entzündungshemmendes Medikament verursacht wurde, mit dem er eine Rippenverletzung behandelt hatte (wir berichteten). Diese Erklärung reichte der Sportbehörde jedoch nicht, die sich einstimmig gegen eine Lizenz für Overeem aussprach. Somit darf der Holländer in den nächsten Monaten nicht in Nevada antreten. Zwar dürfte er theoretisch in anderen Staaten in den Ring oder Käfig steigen, der Veranstalter darf dann aber mit Konsequenzen seitens der NSAC rechnen, weswegen davon ausgegangen wird, dass die UFC ihren Star die Strafe absitzen lassen wird.

Im Anschluss an UFC 145 hatte sich UFC-Präsident Dana White dahingehend geäußert, Overeem nicht einmal bei Shows im Ausland starten zu lassen – wo er trotz der Suspendierung der Sportkommission Nevadas antreten dürfte.

Jedoch hat Overeem Glück im Unglück. Die NSAC sprach Overeem von Anschuldigungen des bewussten Dopings frei und erklärte, man glaube nicht, dass Overeem leistungssteigernde Substanzen einnehme, sondern sich die Einnahme von Testosteron um ein Versehen handelte. Deswegen wurde eine Zwischenlösung gefunden, sodass Alistair Overeem bereits nach neun Monaten Sperre rückwirkend zum 27. März eine neue Lizenz beantragen darf und nicht erst nach einem Jahr.

Alistair Overeem hätte bei UFC 146 gegen Junior dos Santos um den Schwergewichtstitel antreten sollen. Die UFC nahm ihn bereits am Freitag aus dem Kampf und ersetzte ihn mit Frank Mir. Wie die UFC weiter mit Overeem verfährt, ist bisher noch nicht bekannt.