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Nordin Asrihs TUF 13 Blog: Episode 3

MMA-Fighter Nordin Asrih ist der erste Deutsche, der es in die US-amerikanische Erfolgsshow "The Ultimate Fighter" geschafft hat. Hier wird er den GroundandPound-Lesern jede Woche einen exklusiven Einblick in sein Tagebuch gewähren. Er verrät euch Insider-Informationen und ermöglicht einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Sendung, mit der die unbeschreibliche Erfolgsgeschichte der UFC begonnen hat.

Tag 10

Heute hatten wir den nächsten Pick gehabt. Wir haben Len (Bentley) gegen „Kanada“ gestellt. Ich weiß echt nicht mehr, wie der Typ in Wirklichkeit heißt. Ich hab ihm den Spitznamen „Kanada“ verpasst und jetzt komme ich nicht mehr auf seinen richtigen Namen... Okay, jetzt ist es mir wieder eingefallen, er heißt  Ryan (McGillivray) und ich hoffe, er kriegt ordentlich den Arsch voll. Len hat etwas von einer Bulldogge und ich hoffe, er lässt die auch im Kampf raus. Gleich ist wieder Training angesagt und wir sind alle Techniken der letzten Tage noch einmal durchgegangen. Morgen ist Waage für Len und Kanada und Len macht einen guten Eindruck auf mich und sieht ganz fit aus. Langsam fangen die Tage an zu verfliegen und gehen schnell rum. Mittlerweile quatschen alle herum, dass ich auf jeden Fall ein Kandidat für die Wildcard bin, denn jeder sieht jetzt im Training was ich draufhabe ohne den Jetlag, der mich die ersten Tage total fertig gemacht hat. Naja, ich bin mal gespannt was die nächsten Tage so auf mich zukommt.

Tag 11

Heute tat mir dermaßen die Schulter weh, das war der komplette Horror. Ich bin so stark drauf aufgekommen und die schmerzte die ganze Zeit, aber ich bin mir sicher das wird schon wieder. Danach haben wir noch diverse Kraftübungen und Dehnübungen gemacht und ich soll erst nachmittags zum Gym zurückfahren zur zweiten Trainingseinheit. Mich kam dann jemand zum Arzt abholen, wegen der Schulter und ich hoffe es ist nichts Ernstes. Ich will hier auf jeden Fall noch jemanden richtig wegknallen und ich bete darum, dass mir meine Schulter keinen Strich durch die Rechnung macht. Als ich dann zurück im Gym war,  haben wir ein paar Übungen zur Back Mount gemacht, im Stehen und Sitzen und im Liegen und zwar Angriff wie auch Verteidigung.

Tag 12

Kampftag! Tony (Ferguson) und ich gehen von einem technischen KO in der ersten Runde aus. Len hat Tony und mich als Betreuer bzw. als Begleiter ausgewählt. Ich habe mich richtig geehrt gefühlt! Der Nordin wieder mittendrin statt nur dabei! Bei drei Kämpfen war ich jetzt dreimal dabei, einmal selbst gekämpft und zweimal Betreuer, kein schlechter Schnitt bis jetzt. In einer Stunde geht es los und wir sind dabei, die letzten Vorbereitungen für den Kampf zu treffen.

Wooowww! Mein Gott, was für ein heftiger Fight! So viele Höhen und Tiefen in einem Kampf hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Es war wirklich ein super guter Fight! Beide haben mich echt überrascht mit ihrem Kämpferherz, vor allem „Kanada“, denn der Len sah ja schon danach aus, aber Ryan… dem hätte ich das so nicht zugetraut! Len hat leider nach Punkten verloren, aber meiner Meinung nach war das ein klares Unentschieden. Eigentlich hätten die auf jeden Fall eine Zusatzrunde geben müssen. Aber es steht ja auch schon über den Kabinen geschrieben „Never leave it in the hands of the judges!“ und da hat man es wieder gesehen, warum man den Punktrichter nie die Entscheidung überlassen sollte.

Nach dem Kampf hatten wir die zweite Trainingseinheit gemacht und sind ein paar Beinhebel durchgegangen und haben gerungen und dann Dana kam rein und hat Len gratuliert zum Kampf, ich nehme an, Dana hat den Kampf wohl auch als ein Unentschieden gesehen.