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"Noch kein Ende in Sicht!"

Rampage ist laut eigener Aussage noch lange nicht am Ende. (Foto: Zuffa LLC)

Wie bereits im Vorfeld berichtet, war der Druck enorm, der auf Quinton „Rampage“ Jackson lastete. Der Amerikaner sorgte durch unbedachte Kommentare für kritische Expertenmeinungen, denn es hieß, er würde unvorbereitet nach Japan fliegen, um es sich dort gut gehen zu lassen. Dazu kam der Skandal beim Wiegen, bei dem Jackson mehr als zwei Kilogramm zu viel wog, und wenig darauf verlor er auch noch sein Duell gegen Ryan Bader einstimmig auf allen Punktrichterkarten.

Der 33-Jährige nahm Stellung zu den Ereignissen aus Japan. „Wenn ich wirklich ehrlich sein darf – Ich bin nicht überrascht, dass ich den Kampf verloren habe“, so Jackson.

Neusten Berichten zufolge soll das Mitglied der Wolfslair MMA Academy eine Knieverletzung erduldet haben, bereits Wochen vor dem Kampf, die ihn an einer planmäßigen Vorbereitung gehindert haben soll.

„Mir ging es wirklich mies, aber ich wollte diesen Kampf nicht absagen“, so Jackson weiter. „Diese Fans haben mich in PRIDE zum Star gemacht,  das wollte ich ihnen zurückzahlen mit einem guten Kampf.“

Weiterhin heißt es Jackson wurde laut ärztlicher Verordnung vom Octagon-Auftritt abgeraten, der Amerikaner habe sich jedoch darüber hinweggesetzt und auf eigene Verantwortung gekämpft.

„Mein Knie war demoliert und mein Doktor sagte ich solle nicht kämpfen. Trotzdem war es nicht so ernst, dass ich eine Operation bräuchte, also habe ich auf die Zähne gebissen und gekämpft. Das war auch der Grund wieso ich kein Gewicht machen konnte, weil ich nicht dazu fähig war zu rennen oder zu joggen.“

Der kritische Punkt der Begegnung war, laut Jackson, der Wurf, den Bader ihm zufügte.

„Ich habe mein Knie erneut verletzt, als Bader mich auf den Boden geslammt hat - es war schlimm, aber ich habe weitergemacht.“

Trotzdem blickt der sympathische frühere UFC-Champion in eine positive Zukunft.

„Vor der Verletzung ging es mir blendend. Im Sparring habe ich alles gegeben und sah aus wie ein echter Superstar. Zudem mit einem der besten Ringer trainiert, Tyson Jeffries. Gegen ihn habe ich mich auch verletzt, er ist wirklich gut. Ich weiß, ich hatte vor nicht viel länger als 35 zu kämpfen, aber so gut wie ich mich gefühlt hab, das muss einfach weitergehen. Ich weiß was ich erreichen kann wenn ich wieder hundertprozentig fit bin, also ist noch kein Ende in Sicht.“

Mauricio "Shogun" Rua schickt Quinton "Rampage" Jackson bei PRIDE FC zu Boden. (Foto: bleacherreport.com)

Ein nächster Gegner wartet bereits, denn Mauricio „Shogun“ Rua sprach vor kurzem mit unseren brasilianischen Kollegen von Tatame und äußerte das Begehren, erneut auf Jackson treffen zu wollen.

„Ich will erneut gegen Rampage kämpfen und ich bin mir sicher, dass dies auch geschehen wird. Diesen Wunsch kennt die UFC ebenfalls und ich werde nicht in Rente gehen, bevor ich gegen ihn kämpfe, ich wette er ebenso wenig.“

Die beiden Athleten standen sich 2005 im Mittelgewichtsturnier von PRIDE gegenüber, ein Duell, in dem Rua den Amerikaner durch Knie und Soccer-Kicks eine heftige Niederlage zufügte – die letzte für Jackson unter dem PRIDE-Banner. Seitdem gingen beide Karrieren steil bergauf, denn beide Kontrahenten konnten sich das UFC-Gold sichern.

Ein Rückkampf wäre sicherlich sehr interessant, denn beide Kämpfer erlitten Niederlagen in ihren letzten Duellen, was eine erneute Paarung im UFC-Halbschwergewicht durchaus sinnig erscheinen lässt.