MMA Restliche Welt

Nick Thompson tritt zurück

Nick "The Goat" Thompson (Foto via sherdog.com)

Allen Vorraussichten nach, wird MMA-Veteran Nick Thompson (38-14-1) mit gerade einmal 29 Jahren seine Handschuhe für immer an den Nagel hängen. Dies verkündete der Amerikaner am gestrigen Nachmittag in einem Internet Forum. „Die Ziege“, so Thompsons Spitzname richtete folgende Worte an seine Fans:

„Ich liebe diesen Sport über alles und ich bin sehr dankbar, dass ich ein Teil davon sein durfte. Ich habe die schönen als auch negativen Seiten des MMA-Sports kennen und schätzen gelernt und es war eine sehr abenteuerliche Reise. Ich habe jedoch realisiert, dass ich nicht mehr dazu bereit bin, solch eine hohe Aufopferung an den Tag zu legen, um gegen so gute Gegner wie Ben (Askren), (Brent) Weedman oder (Jay) Heiron mithalten zu können. Mir ist einfach wichtiger für meine Familie da zu sein und mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Meine Frau und Tochter haben mich immer unterstützt und haben mir ebenfalls dazu verholfen meine Karriere als Anwalt nie aus den Augen zu verlieren. Ich bin ebenfalls sehr dankbar darüber, so viele nette Menschen um mich herum zu haben, die ganzen Fans und Kämpfer, welche ich im Laufe meiner Karriere begegnet bin. Deshalb möchte ich auch den ganzen Menschen etwas zurück geben und dem Sport als Trainer oder Repräsentant zur Verfügung stehen und jungen Kämpfern dazu verhelfen den Sprung nach oben zu schaffen! Ich habe mich noch nie so frustriert gefühlt wie nach dem Kampf gegen Ben (Askren). Ich bin schon seit langem ein Fan von ihm und er ist ein fantastischer Ringer. Er hat eine großartige Karriere vor sich!“

Am vergangenen Wochenende verlor Thomson gegen den bislang ungeschlagenen Bellator Weltergewichtschampion Ben Askren (8-0) einstimmig nach Punkten. Für den Minnesota Martial Arts Academy-Kämpfer bedeutete dies die vierte Niederlage in Folge. Thompson kämpfte im Laufe seiner Karriere gegen namhafte Gegner wie Jake Shields, Karo Parisyan, Tim Kennedy und Paul Daley. Im Jahr 2007 gewann Thompson den Bodog Weltergewichtstitel gegen den damals ungeschlagenen und haushohen Favoriten Eddie Alvarez, was auch gleichzeitig der größte Triumph seiner aktiven Laufbahn bedeutete.