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Nick Diaz bis Februar 2013 gesperrt.

Nick Diaz wird erst im nächsten Jahr wieder ins Octagon steigen können. (Foto: Mark Bergmann/GroundandPound)

Mehrere Stunden saß Nick Diaz am gestrigen Montag auf der Anklagebank der Sportkommission Nevadas, um mithilfe seines Anwalts Ross Goodman über die Folgen seines positiven Dopingtests nach UFC 143 zu verhandeln. Das Ergebnis dürfte den früheren Strikeforce Weltergewichtschampion nicht erfreut haben.

So wurde Diaz rückwirkend zum Kampftag für zwölf Monate gesperrt. Er wird somit frühestens am 04. Februar 2013 wieder ins Octagon steigen können. Außerdem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 US-Dollar zahlen, was 30% seiner Kampfgage entspricht.

Die Strafe ist für ein Vergehen dieser Art verhältnismäßig hoch, was auf Diaz' Status als Wiederholungstäter zurückzuführen ist. Bereits im Jahr 2007 wurde Diaz nach seinem Kampf gegen Takanori Gomi bei Pride 33 in Las Vegas, Nevada, der Konsum von Marihuana nachgewiesen. Damals wurde er für sechs Monate gesperrt und musste 20% seiner Kampfgage abgeben. Zudem wurde sein Sieg gegen Gomi nachträglich in ein No Contest abgeändert.

Während der gestrigen Anhörung erklärte Diaz, dass Marihuana ihm während des Trainings helfen würde, da er sich aufgrund seines Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms so besser konzentrieren könne. Dafür sei ihm in der Vergangenheit auch ein Rezept für medizinisches Marihuana ausgestellt worden.

Diaz wurde von der Kommission mehrfach gefragt, ob er wegen ernsthaften gesundheitlichen Problemen in ärztlicher Behandlung sei. Diaz verneinte und gab keinen, für die Kommission akzeptablen, Grund für den Konsum von verschreibungspflichtigem Marihuana an.

Nach seiner Niederlage gegen Condit verkündete Diaz seinen Rücktritt vom MMA-Sport, da ihm der Sport zunehmend auf die Nerven gehen würde. Was von vielen als Trotzreaktion auf das umstrittene Punkturteil abgestempelt wurde, kommentierte Diaz bislang nicht.