MMA Restliche Welt

Nicht genug für Fedor


Verhandlungen zwischen UFC und Fedor Emelianenko… Zugeständnisse und Forderungen … Co-Promotion… Fedor im Banne des Bösen




Seit dem Untergang von Affliction vor etwa einer Woche dreht sich alles um die Vertragsverhandlungen zwischen den Ultimate Fighting Championships und Fedor Emelianenko bzw. dessen Management. Viele Gerüchte wurden in Umlauf gebracht, teilweise auch gezielt um den Verhandlungspartner (Partner klingt in diesem Kontext fast ironisch) unter Druck zu setzen, wie die angeblich gebotenen fünf Millionen pro Kampf für Fedor.

Eine Einigung konnte bei den Verhandlungen zum Leidwesen der Fans nicht erzielt werden. Die UFC bot dem, weitgehend als besten Schwergewichtskämpfer angesehenen, Russen einige Zugeständnisse. Das finanzielle Angebot soll sich auf etwa zwei Millionen Dollar belaufen, weiters würde ein sofortiger Titelkampf gegen Brock Lesnar auf Fedor warten. Zudem wäre es dem ehemaligen PRIDE Champion freigestellt, weiterhin im Sambo anzutreten und auch M-1 Werbung auf seiner Kleidung bei Veranstaltungen der UFC zu tragen.

Fedor Emelianenko und seine Manager Vadim Finkelstein (auch M-1 Global Präsident) entschieden sich jedoch gegen den Deal, obwohl einige der Zugeständnisse bisher als Hauptgrund für das Ausbleiben einer Einigung angegeben wurden. Was Finkelstein fordert ist eine gleichberechtigte Co-Promotion zwischen M-1 und der UFC. Eine Forderung, auf welche die UFC niemals eingehen wird. Weshalb sollte die größte Organisation der Welt auch für einen Kämpfer die Hälfte ihrer Einnahmen aufgeben? Auch wenn Fedor derzeit sportlich an der Spitze rangiert, ist er dem Hauptpublikum der UFC bisher weitgehend unbekannt.

Es scheint schon nahezu, als würde Fedors Management auf jedes Zugeständnis der UFC mit einer weiteren Forderung reagieren. Was kommt als nächstes, soll die UFC in Zukunft in einem Ring anstelle eines Käfigs veranstalten? Die Forderung nach einer fünfzig-zu-fünfzig Co-Promotion mit der UFC treibt die Verhandlungen ins Lächerliche. Es wird bereits scherzhaft darüber gesprochen, ob Fedor unter irgendeinem mysteriösen Bann von Finkelstein steht.

Fedor steht aber dennoch fest hinter seinem Manager. Ein 20% Anteil an M-1, den Fedor laut Berichten hält, könnte ein Grund dafür sein. Offiziell wird mit dem Punkt argumentiert, man wolle durch die Zusammenarbeit das MMA (in Europa) weiter fördern. Beide Punkte sind schön und gut, aber ob es das Beste für Fedor persönlich ist, ist fraglich.

Es klingt zwar romantisch, dass Fedor nicht käuflich ist, doch die UFC wird auf die Forderung nicht eingehen. Daher kann er damit den Sport auch nicht weiter fördern, aber mit dem Geld aus der UFC könnte er es. Das Angebot der UFC ist gut und sollte sich Fedor in der UFC behaupten und den Zuspruch der Fans bekommen (also gute Verkaufszahlen liefern, 2), dann kann für Fedor deutlich mehr als die zwei Millionen rausschauen. Schließlich soll auch bereits dessen Bruder, Aleksander, interveniert haben um Fedor dazu bewegen, bei der UFC zu unterzeichnen.

Auch wenn Fedor derzeit als unbesiegbar erscheint, sofern er weiterhin kämpft, wird auch er irgendwann seinen Meister finden. Im Falle einer Niederlage des Russen würde das Interesse der UFC sofort fallen und diese würden ihr Angebot überarbeiten. Bisher kann Fedor die Forderungen stellen, aber auch das könnte sich schnell ändern. Fedor pokert hoch, hoffentlich folgt nicht der tiefe Fall.

Der Deal scheint das Beste für Fedor zu sein und dabei spreche ich noch gar nicht von den Fans oder seiner Glaubwürdigkeit als #1 im Sport. Nahezu jeder Fan möchte Fedor Emelianenko in der UFC sehen und die UFC hat dazu den ersten Schritt gemacht. Jetzt liegt es an Fedor zu zeigen, dass er keine Angst vor dem Octagon hat und die Herausforderung sucht…