MMA Restliche Welt

Neuigkeiten von Fedors Pressekonferenz

Soeben ging die von M-1 Global einberufene Pressekonferenz zu Ende, von der man eigentlich ein paar neue Informationen über die Zukunft von Fedor Emelianenko erwartete. Wer sich jetzt schon die Bekanntgabe eines Vertragsabschlusses mit einer der großen MMA-Organisationen erhoffte, wurde enttäuscht.

Zuerst wurde angekündigt, dass Fedor die Hauptattraktion des neuen MMA-Videospiels von EA Sports wird, welches sich momentan noch in der Entwicklung befindet. Kurioserweise ließ UFC-Präsident Dana White vor kurzem verlauten, dass jeder Kämpfer, der ein Teil dieses Videospiels wird, das in direkter Konkurrenz zum hauseigenen Kracher „UFC Undisputed 2009“ steht, nicht von der UFC unter Vertrag genommen wird.

Fedors Manager Vadim Finkelstein, der gleichzeitig auch der Gründer und Präsident von M-1 Global ist, sagte, dass man sich in Verhandlungen mit vielen Organisationen befinde, unter anderem auch der UFC und Strikeforce. Finkelstein beharrt aber weiter auf einer Zusammenarbeit zwischen der UFC und M-1 Global: „Unser Angebot ist einfach: Wir haben einen Champion, sie haben einen Champion. Wir wollen eine Co-Promotion. Und wir sind dazu bereit, zusammen zu investieren und zusammen Profit zu machen.“

Möglicherweise ist es diese Einstellung, die einen Deal mit der UFC endgültig zunichte machen könnte. Denn die UFC betont seit Jahren, dass man sich keinesfalls auf eine Co-Promotion mit einer anderen Organisation einlassen will. Insbesondere, wenn jemand wie Finkelstein zu versuchen scheint, seine eigene, vergleichbar unbedeutende Organisation mit einer solchen Zusammenarbeit weiter nach oben zu bringen.

Auf die Fragen der Journalisten, warum Fedor nicht denselben Vertrag unterschreiben könne, wie die Champions Georges St. Pierre, Anderson Silva, usw. und warum M-1 Global so sehr auf eine Co-Promotion besteht, gab es nur ausweichende Antworten. Der geneigte Beobachter kommt nicht um die Feststellung herum, dass Finkelstein augenscheinlich bei den Verhandlungen lediglich seine eigenen Interessen durchsetzen möchte. Fedors Bruder Aleksander sagte kürzlich in einem Interview über ihn: „Man kann mit der UFC verhandeln. Ich weiß, dass sie ein flexibles Vertragssystem haben. All das Gerede über ‚strenge’ Vertragsklauseln bei einer Vertragsunterzeichnung mit der UFC kommen nur von Vadim Finkelstein, der seine eigenen Geschäfte auf dem Rücken von Fedors Kämpfen aufziehen will.“