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Neues Datum für Silva vs. Sonnen II

Der lang erwartete Rückkampf zwischen Anderson Silva (r.) und Chael Sonnen findet laut Dana White (l.) nicht, wie angekündigt, am 23. Juni statt. (Foto: Tobias Bunnenberg/GroundandPound)

Der lang erwartete Rückkampf zwischen UFC Mittelgewichtschampion Anderson Silva und Chael Sonnen wird nicht, wie erst kürzlich angekündigt, am 23. Juni stattfinden. Dies verkündete UFC-Präsident Dana White am Samstag auf der Abschlusspressekonferenz von UFC on Fuel TV 2 in Stockholm, Schweden.

Ursprünglich sollte der Rückkampf der beiden Erzfeinde im Hauptkampf von UFC 147, im 80.000 Zuschauer fassenden Joao Havelange Stadion in Rio de Janeiro stattfinden. Der veranschlagte Termin kann laut White aber nicht gehalten werden. Grund dafür ist eine Versammlung der Vereinten Nationen, mit dem Namen „Rio +20“, die vom 20. bis zum 22. Juni in der brasilianischen Metropole abgehalten wird.

„Wir versuchen, es auf eine Woche früher oder später zu verlegen“, so White gegenüber den Medienvertretern, im Anschluss an die Pressekonferenz. Ein Überschneiden mit der groß angelegten UN-Versammlung bringt zwei Probleme mit sich, die einen UFC-Event – vor allem in den geplanten Ausmaßen von Silva vs. Sonnen II - unmöglich machen.

„Alles hängt dort unten vom Bürgermeister ab“, erklärte White Problem Nummer eins. „Dem Bürgermeister wird Druck gemacht, unseren Event nicht zur selben Zeit dort abzuhalten.“

Die UN findet offenbar, eine Vollkontakt-Kampfsportveranstaltung wie die UFC passt nicht zum Konzept des Weltfriedens, den die Internationale Organisation sich auf die Fahnen geschrieben hat. Und selbst wenn Dana White, Lorenzo Ferttita und Co. diese Hürde irgendwie meistern sollten, wartet immer noch Problem Nummer zwei:

„Selbst wenn wir den Event zur selben Zeit hinbekommen, gibt es immer noch ein großes Problem mit den Hotelzimmern“, so der UFC-Präsident. Die werden während der UN-Tagung nämlich weitestgehend von den UN-Vertretern belegt sein, 80.000 UFC-Zuschauer wollen aber auch irgendwo untergebracht werden.

„Wir brauchen Zimmer“, so White. „Dabei ist es auch egal, ob 80.000, 60.000 oder nur 40.000 Leute kommen – wir brauchen trotzdem Zimmer.“

Wann UFC 147 genau neu angesetzt werden soll, steht bislang noch nicht fest. Eine Antwort wird in „den nächsten Tagen“ erwartet. Unabhängig vom gewählten Datum, soll der Veranstaltungsort aber unverändert bleiben. Andere brasilianische Großstädte, wie Saol Paulo, sind für White im Moment noch kein Thema:

„Wir wollen im ganzen Land veranstalten, in Manaus und alle diesen Städten. Wir sind nur noch nicht bereit dafür“, erklärte er. „Es muss Rio sein. Sao Paulo haben wir versucht, das hat nicht funktioniert. Ich denke, dass wir für eine andere Stadt derzeit nicht gerüstet sind, wir haben nichts geplant oder vorbereitet.“

Bei einem derart wichtigen Kampf will das UFC-Oberhaupt sich selbstverständlich keine Fehler erlauben. "Was solche Veranstaltungen angeht, bin ich nie eingebildet, sondern rechne immer mit allem. Als „eines der größten Sport-Events des Jahres", bezeichnete er den Rückkampf zwischen Silva und Sonnen.

Anderson Silva und Chael Sonnen hatten im August 2010 bei UFC 117 zum ersten Mal gegeneinander im Käfig gestanden. Sonnen dominierte den Champion damals vier Runden lang, bevor er im fünften Durchgang überraschend in einem Triangle Choke abklopfen musste. Im Asnchluss an das Duell wurde Sonnen des Dopings überführt und längere Zeit gesperrt. Seit seiner Rückkehr 2011 konnte er Brian Stann stoppen und Michael Bisping nach Punkten besiegen, was ihm den Status des Pflichtherausforderers eingebracht hat.

Mindestens genauso wichtig wie diese Siege war aber sicher die große Klappe des US-Ringers, der in der Öffentlichkeit bisher kein gutes Haar an Silva oder den Brasilianern ím Allgemeinen ließ. Nun könnte es doch etwas länger dauern, bis beide ihren Disput im Käfig klären können.