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Nelson schlägt Mitrione K.o., Smith gewinnt Ultimate Fighter

Roy Nelson hat in der Nacht zum Sonntag das gemacht, was er am besten kann: Seinen Gegner KO geschlagen. In der ersten Runde kassierte der knapp einen Monat vor der Veranstaltung für den verletzten Shane Carwin eingesprungene Matt Mitrione einen Uppercut, der das Ende des Kampfes einleitete.

Dabei landete Mitrione selbst zu Beginn einige gute Treffer und zielte dabei oftmals auf den Körper seines dickbäuchigen Gegners ab. Nelson ging in den Clinch über und versuchte einen Takedown, doch Mitrione verteidigte erfolgreich. Mit einer Rechten hämmerte Nelson dem früheren NFL-Spieler den Mundschutz raus, landete einen präzisen Uppercut und beendete den Kampf letztendlich mit hartem Ground and Pound.

Im Finalkampf der TUF-Staffel sicherte sich Colton Smith aggressiv einen Takedown gegen Mike Ricci und dominierte für die nächsten Minuten der ersten Runde problemlos den Bodenkampf. Kurz vorm Rundenende kam Ricci wieder auf die Beine, wurde aber zügig wieder auf die Matte befördert.

Im zweiten Durchgang landete Smith einen offensichtlichen Tritt unter die Gürtellinie. Ringrichter Steve Mazzagatti sah davon jedoch nichts und ließ den Kampf fälschlicherweise weiterlaufen. Wieder brachte Colton seine Gegner zu Boden, konnte aber mit keinem seiner Submission-Versuche einen Erfolg feiern.

Ein ähnliches Bild wurde auch in der letzten Runde deutlich. Smith verlagerte den Kampf problemlos auf die Matte, wo er seinen Gegner bis kurz vorm Schluss dominierte. In der letzten Minute versuchte Ricci noch den Spieß mit eigenen Aufgabegriffen umzudrehen, doch der finale Ringgong  zerstörte jegliche Hoffnungen auf einen Sieg. Die Punktrichter erklärten Smith letztendlich einstimmig zum Sieger. Er kann sich über einen UFC-Vertrag über sechs Kämpfe sowie eine nagelneue Harley Davidson freuen.

Shane del Rosario und Pat Barry lieferten sich einen ausgeglichenen Schlagabtausch, bis der deutlich größere del Rosario seinen Gegner am Käfig festpinnen konnte. Hier kämpften beide um die bessere Position, bis sie letztendlich in der Mitte des Octagons wieder Schläge austauschten. Mit einer Linken brachte Barry seinen Gegner in der zweiten Runde zum Wackeln, folgte ihm mit Schlägen und landete letztendlich eine krachende Rechte, die del Rosario zu Boden schickte. Der Ringrichter hatte genug gesehen und ging dazwischen.

Dustin Poirier und Jonathan Brookins lieferten sich von Beginn an einen unterhaltsamen Schlagabtausch, in dem Brookins eine Reihe von guten Treffern landen konnte. Nach wenigen Minuten fanden Poiriers Schläge immer häufiger ihr Ziel. Kurz vorm Ende der Runde brachte er den Kampf auf die Matte und zwang Brookins mit einem D’Arce Choke zur Aufgabe.

Das Vorprogramm

James Head übernahm früh das Ruder im Standkampf gegen Mike Pyle und landete einige Kombinationen. Im Clinch am Käfig hämmerte Pyle dann aber ein Knie gegen den Kopf seines Gegners, dessen Beine daraufhin schlapp machten. Mit Ground and Pound besiegelte Pyle letztendlich den Sieg in der ersten Runde.

Deutlich überlegen zeigte sich Johnny Bedford gegen Marcos Vinicius, den er bereits in der ersten Runde einmal niederschlagen konnte. Einen weiteren Niederschlag in der zweiten Runde beendete Bedford mit hartem Ground and Pound.

Rustam Khabilov sorgte im Kampf gegen Vinc Pichel für Staunen im Publikum. Mit drei hohen Suplessen warf der Russe seinen Gegner quer durchs Octagon. Beim dritten Suplex landete Pichel so unglücklich, dass er beim Aufprall das Bewusstsein und somit auch den Kampf verlor.

TJ Waldburger und Nick Catone lieferten sich in der ersten Runde ein spannendes Grappling-Duell. Im zweiten Durchgang schickte Waldburger seinen Gegner mit einem Schlag auf die Matte und setzte am Boden einen Triangle Choke an, mit dem er Catone zur Aufgabe zwang.

Mehrfach konnte Hugo Viana seinen Gegner Reuben Duran in der ersten Runde mit Schlägen auf die Matte schicken. Der deutlich agilere Brasilianer landete kurz vorm Rundenende eine weitere harte Rechte, von der sich Duran nicht mehr erholen konnte.

John Cofer konnte den Kampf gegen Mike Rio überwiegend im Stand halten und zeigte sich hier recht überlegen. In der letzten Runde sicherte sich Rio einen Takedown, konnte aus der Situation aber zunächst nicht wirklich etwas machen und geriet selbst in Gefahr, in einem Aufgabegriff zu landen. In der letzten Minute schnappte sich Rio dann jedoch einen Arm und brachte seinen Gegner zum Abklopfen.

Beinahe wäre es im ersten Kampf des Abends zu einem unschönen Kampfabbruch gekommen. Jared Papazian erwischte seinen Gegner Tim Elliott mit einem illegalen Knie am Boden. Der Kampf wurde unterbrochen. Beim Aufstehen wurde deutlich, dass das Knie saß, denn Elliott hatte große Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Nach einer kurzen Erholungspause wurde der Kampf jedoch wieder freigegeben. Nun drehte Elliott auf. Mehrfach schickte er seinen Gegner mit Schlägen auf die Matte und zeigte sich im Bodenkampf überlegen. Am Ende erklärten die Punktrichter Elliott deutlich überlegen zum Sieger.

Ein geplanter Vorkampf zwischen Melvin Guillard und Jamie Varner musste kurzfristig vom Programm gestrichen werden, da Varner sich hinter den Kulissen übergab und dadurch keine Freigabe zum Kämpfen bekam.

Die Ergebnisse des Abends im Überblick:

The Ultimate Fighter: Team Carwin vs. Team Nelson Finale
15. Dezember 2012
Hard Rock Hotel and Casino in Las Vegas, Nevada, USA

Roy Nelson bes. Matt Mitrione via TKO nach 2:58 in Rd. 1

The Ultimate Fighter 16 Finale
Colton Smith bes. Mike Ricci einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:26)

Pat Barry bes. Shane del Rosario via K.o. nach 0:26 in Rd. 2
Dustin Poirier bes. Jonathan Brookins via D’Arce Choke nach 4:15 in Rd. 1

Vorprogramm
Mike Pyle bes. James Head via TKO nach 1:55 in Rd. 1
Johnny Bedford bes. Marcos Vinicius via K.o. nach 1:00 in Rd. 2
Rustam Khabilov bes. Vinc Pichel via K.o. nach 2:15 in Rd. 1
TJ Waldburger bes. Nick Catone via Triangle Choke nach 1:04 in Rd. 2
Hugo Viana bes. Reuben Duran via TKO nach 4:05 in Rd. 1
Mike Rio bes. John Cofer via Armbar nach 4:11 in Rd. 3
Tim Elliott bes. Jared Papazian einstimmig nach Punkten (30:26, 30:26, 30:25)