MMA Restliche Welt

Nate Marquardt äußert sich

Nate Marquardt über seine Entlassung. (Foto via Zuffa LLC)

Erstmals nach seiner überraschenden Entlassung aus der UFC am Samstag äußerte sich Nate Marquardt zu den Gründen seines Abgangs. So seien seine Testosteronwerte am Tag des Wiegens, einen Tag vor dem geplanten Hauptkampf bei UFC on Versus 4, aufgrund einer verschriebenen Hormontherapie zu hoch gewesen, um den Voraussetzungen zur Lizenzierung der Sportaufsichtsbehörde von Pennsylvania zu entsprechen.

Nate Marquardt erklärte die Umstände im Interview mit Ariel Helwani bei der MMA Hour.

Marquardt berichtete, er habe im August 2010 gesundheitlich Probleme gehabt und daraufhin seinen Arzt aufgesucht. Testosteronmangel sei festgestellt worden, woraufhin der Arzt ihm eine Hormontherapie verschrieben haben soll. Marquardt führte aus, dass die Sportaufsichtsbehörde von New Jersey, die seinen letzten Kampf gegen Dan Miller bei UFC 128 beaufsichtigte, der benötigten Therapie zugesagt habe. Die Zusage sei jedoch mit der Auflage gekommen, dass die Therapie nach dem Kampf acht Wochen lang ausgesetzt werden müsse, um durch einen unabhängigen Arzt die Echtheit der Krankheit bestimmen lassen zu können.

Marquardt erklärte, dass er zwischenzeitlich den Kampf gegen Rick Story angenommen und eine Erlaubnis der Therapie bei der Sportaufsichtsbehörde von Pennsylvania beantragt habe. Drei Wochen vor dem Kampf sei sein Testosteronspiegel stark gesunken, woraufhin ihm sein Doktor eine Testosteron-Spritze gegeben habe. In der Woche vor dem Kampf seien seine Werte immer noch hoch gewesen, doch er habe mit dem Sinken auf ein erlaubtes Level gerechnet.

„In der Woche vor dem Kampf habe ich viele Tests machen lassen“, so Marquardt. „Alle Tests zeigten, dass die Werte heruntergingen. Am Tag des Wiegens waren die Werte immer noch geringfügig zu hoch, um in Pennsylvania kämpfen zu dürfen.“

Nate Marquardt und sein Manager beteuerten, dass zu keinem Zeitpunkt etwas vor der UFC oder der Aufsichtsbehörde von Pennsylvania verschwiegen worden sei.

Marquardt deutete auf eigene Fehler in der Vergangenheit hin, die zu dem gesundheitlichen Problem geführt haben könnten. So gab er zu, vor einigen Jahren regelmäßig Androstenediol, eine damals noch erlaubte Nahrungsergänzung, zu sich genommen zu haben. Im Jahr 2005 wurde das Mittel als Steroid klassifiziert und verboten. Marquardt vermutete, dass die dauerhafte Einnahme des Mittels zu der Krankheit geführt haben könne.

Von seiner Entlassung habe Marquardt wie alle anderen auch durch eine Videobotschaft von Dana White via Twitter erfahren. Beide sollen seit dem Vorfall nur kurz miteinander gesprochen haben.

„Ich möchte die ganze Situation hinter mich bringen und die Suspendierung loswerden“, so Marquardt. „Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder eine Chance in der UFC bekomme. Das liegt jedoch nicht in meinen Händen.“

Nate Marquardt kämpfte sechs Jahre für die UFC und bestritt dort 14 Kämpfe, von denen er zehn gewinnen konnte. Bei UFC on Versus 4 am vergangen Sonntag sollte er im Hauptkampf sein Debüt im Weltergewicht gegen Rick Story feiern. Am Tag des Wiegens wurde der Kampf jedoch wegen einer fehlenden medizinischen Freigabe Marquardts abgesagt und die sofortige Entlassung durch Dana White in einer Videobotschaft bekanntgegeben. Eine weitere Stellungnahme der UFC steht bislang aus.

Für Marquardt wird die Karriere als MMA-Kämpfer auf jeden Fall weitergehen. Erste Kampfangebote in anderen Organisationen liegen bereits vor und für ihn ist klar: Sein neues Zuhause wird das Weltergewicht sein.