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Nach knapper Niederlage: Kämpfer attackiert Verbands-Vizepräsident in Hotelzimmer

Radmir Gabdullin zusammen mit Verbandspräsident Fedor Emelianenko. (Foto: Russian MMA Union)

Diese Niederlage konnte er nicht auf sich sitzen lassen. Am Freitag musste sich Gadzhimurad Khiramagomedov in einem Titelkampf bei Fight Nights Global 65 in Kasachstan Georgy Kichigin durch geteilten Punktrichterentscheid geschlagen geben. Nach der Veranstaltung entschied sich der Dagestaner dafür, seinem Unmut freien Lauf zu lassen.

Zusammen mit seinem Bruder stattete er dem Vizepräsidenten der Russion MMA Union (RMMAU), Radmir Gabdullin, im Hotel einen Besuch ab. Überwachungskameras filmten beide beim Betreten des Hotelzimmers. Die Folge: Gabdullin musste nach einem Streit über das Kampfergebnis mit gebrochenem Kiefer, gebrochenen Gesichtsknochen und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

„Es gibt keinen internen Streit oder persönliche Probleme mit Gadzhimura Khiramagomedov“, sagte Gabdullin. „Der Schlag kam unerwartet während einer ruhigen Konversation im Hotelzimmer. Gesprächsthema war das Punktrichterergebnis im Kampf zwischen Khiramagomedov und Kichigin, mit dem ich nichts zu tun habe.“

Khiramagomedov wurde anschließend in Astana verhaftet, wurde später aber wieder freigelassen und kehrte nach Moskau zurück. „Jetzt bin ich zuhause und will Zeit mit meiner Familie verbringen, ich will nichts dazu sagen“, so Khiramagomedov gegenüber MatchTV.

Die Russian MMA Union erwägt nun, beide Khiramagomedov-Brüder auf Lebenszeit zu sperren. „Fight Nights“-Boss Kamil Gadzhiev verkündete bereits, nie wieder mit Khiramagomedov zusammenarbeiten zu wollen.