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Muhammed "King Mo" Lawal von Zuffa LLC entlassen

"King Mo" mit dem Strikeforce Titel. (Foto: thewellversed.com)

Der frühere Strikeforce Halbschwergewichtschampion Muhammed „King Mo“ Lawal wurde vor wenigen Stunden von Zuffa LLC aufgrund seines Steroidkonsums für neun Monate suspendiert. Dana White bestätigte die Meldung gegenüber unseren Kollegen von MMAJunkie, doch damit nicht genug, denn der erfolgreiche College-Ringer wurde zudem, aufgrund einiger darauf folgenden Twitter-Äußerungen, komplett aus der Zuffa-Familie entlassen.

Der Grund der Suspendierung liegt in einem positiven Dopingtest, durch den Lawal nach seinem letzten Duell im Januar, nach dem TKO-Sieg gegen Lorenz Larkin, gefallen war. Dem früheren Strikeforce-Halbschwergewichtschampion wurde bei diesem Dopingtest am Kampftag der Konsum von Drostanolon nachgewiesen. Bei Drostanolon handelt es sich um ein Steroid, welches die Fett- und Wasserspeicherung positiv beeinflusst und zudem muskelschützend wirkt. Es wird häufig von Bodybuildern in der Wettkampfvorbereitung verwendet.

Wenige Wochen nach dem Duell befand sich der Amerikaner zudem in Lebensgefahr, aufgrund einer aggressiven Staphylokokkeninfektion, die er inzwischen, zur Freude seiner Fans, fast vollständig auskurieren konnte.

Obwohl Lawal damit körperlich aufatmen konnte, gab es weitere schlechte Neuigkeiten für den früheren Panamerikanischen Goldmedaillengewinner zu verbuchen, denn der Steroidkonsum zog neben der UFC-Entlassung auch eine Geldstrafe von 39.000 US-Dollar, inklusive einer neunmonatigen Suspendierung mit sich, wie die Sportaufsichtsbehörde von Nevada nach ihrer gestrigen Tagung bekannt gab. Dies hatte zudem den Verlust der Kampflizenz zur Folge, außerdem wurde sein Sieg gegen Larkin zu einem „No Contest“ geändert.

Die Sportkommission von Nevada verlangte des Weiteren die Rückzahlung des erlangten Strikeforce-Siegerbonuses und einen sauberen Drogentest bei der erneuten Lizensierung als MMA-Kämpfer.

Für einen zusätzlichen Eklat sorgte Lawal via Twitter, als er erbost über die Suspendierung einige Worte über ein Mitglied der Kommission namens Pat Lundvall verlor.

„Dieses rassistische Schwein hat mich gefragt ob ich lesen und englisch sprechen kann“, schrieb Lawal scheinbar in Bezug auf seine Hautfarbe. „Es war beleidigend und überaus verurteilend.“

Offensichtlich missfiel die Fragestellung der Sportaufsichtsbehörde dem Amerikaner, die dazu gedacht war herauszufinden, welche Medikamente Lawal eingenommen hatte. Diese Äußerungen hatten zur Folge, dass Lawal mit sofortiger Wirkung von Zuffa LLC, der Muttergesellschaft der UFC und Strikeforce, entlassen wurde.

"Nach der Hörung heute und Lawals subsequenter Äußerung wurde er aus seinem Vertrag mit uns entlassen", äußerte Strikeforce-Präsident Scott Coker.

Kurz darauf äußerte sich auch Lawal, nachdem er seine Twitter-Meldungen gelöscht hatte, zu Wort: "So ist das nun mal, ich kann nicht zurücknehmen was ich gesagt habe, denn ich habe es gesagt. Natürlich will ich weiterhin für Strikeforce und Zuffa kämpfen, aber wenn man mich entlässt, dann akzeptiere ich das. Ich weiß nur eins - ich wurde nie in meinem Leben so respektlos gefragt ob ich Englisch lesen oder sprechen kann. Ich möchte nur, dass Leute wissen, dass ich hier keine Karte ausspielen will, aufgrund meiner Hautfarbe. Ich denke, Zuffa hat mich aufgrund der Twitter-Nachricht entlassen, aber es gibt eine Audioversion von der Anhörung, damit macht man sich vielleicht ein anderes Bild. Es war niemals meine Absicht, die Sportkommission von Nevada zu beleidigen, ich habe mich lediglich von der einen Person respektlos behandelt gefühlt."

"Strikeforce: Rockhold vs. Jardine" fand am 7. Januar 2012 statt, bei dem Lawal ein TKO-Sieg in Runde zwei gegen den bis dato ungeschlagenen Lorenz Larkin gelang.