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Muhammed „King Mo“ Lawal verkündet Karriereende

Muhammed "King Mo" Lawal macht Schluss (Foto: Bellator MMA)

Muhammed „King Mo“ Lawal hat seine MMA-Karriere beendet. Der 38-Jährige Amerikaner verkündete am Wochenende seinen Rücktritt nach elf Jahren im Sport, in denen er Strikeforce-Champion wurde und zu den schillerndsten Kämpfern des Halbschwergewichts gehörte.

Der Grund für den Rücktritt ist schnell gefunden. Der Körper Lawals macht die Strapazen nicht mehr mit. „Ich werde alt, ich bin 38 und ich habe Kinder. Ich kann nicht einmal rennen oder joggen, so schlimm ist es. Ich kann nicht mehr explosiv sein, also muss ich aufhören.“

Bereits seit längerem schlug sich Lawal mit Rücktrittsgedanken herum, in den letzten zwei Jahren wurde er immer wieder von Hüftproblemen zurückgeworfen, musste unters Messer und konnte nur unter Schmerzen kämpfen. Die Ergebnisse spiegelten das wieder. Nach seinem letzten Sieg, einem Erfolg im Rückkampf bei Bellator gegen Quinton „Rampage“ Jackson“, setzte es drei vorzeitige Niederlagen gegen Ryan Bader, Liam McGeary und zuletzt bei Rizin gegen den Tschechen Jiri Prochazka. Nun hört Lawal endgültig auf.

Der 38-Jährige begann seine Kampfsportkarriere als Freistilringer, wurde für das College von Oklahoma State All-American und Dritter seiner Gewichtklasse bei den Landesmeisterschaften. 2007 sicherte er sich die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften in Krasnoyarsk, die Qualifikation zu den Olympischen Spielen gelang ihm nicht, weswegen er zum MMA wechselte und bei World Victory Road: Sengoku in Japan unterschrieb.

Dort sorgte der exzentrische Amerikaner schnell für Furore, schlug im Debüt den erfahrenen Travis Wiuff K.o. und gewann seine ersten fünf Kämpfe. Dann wurde Strikeforce auf ihn aufmerksam. Dort konnte er in seinem siebten Profi-Kampf Gegard Mousasi um den Halbschwergewichtstitel bezwingen, verlor ihn jedoch umgehend an Rafael Cavalcante. Nach zwei weiteren Kämpfen gegen Roger Gracie und Lorenz Larkin trennte sich Strikeforce von ihm.

Hier sollte er zum ersten Mal von Verletzungen heimgesucht werden. Ein Kreuzbandriss im Jahr 2012 machte den Anfang. Kurz darauf wurde er wegen der Einnahme von Drostanolon wegen Dopings gesperrt, da er damit seine Heilung beschleunigen wollte. Nach einer weiteren Knieoperation zog er sich eine Infektion mit Staphylokokken zu, die ihn laut eigener Aussage fast das Leben kostete und zahlreiche weitere Operationen verursachte.

Lawal unterschrieb bei Bellator und kämpfte gegen das Who-is-Who des Halbschwergewichts außerhalb der UFC. Zuletzt wagte er auch wieder Ausflüge nach Japan zu Rizin, wo er 2015 gegen Prochazka den ersten Grand Prix gewinnen konnte. Die Verletzungen hinterließen jedoch zuletzt immer mehr Spuren bei Lawal, der nur zwei seiner letzten sieben Kämpfe gewann, dabei im Schwergewicht antrat und dort etwa gegen Mirko „CroCop“ Filipovic kämpfte und gegen Satoshi Ishii gewann.

Nach 21 Siegen in 31 MMA-Kämpfen ist nun Schluss. Lawal wird der MMA-Welt jedoch erhalten bleiben und Vollzeit als Coach beim American Top Team die nächste Generation von Kämpfern auf ihre Duelle vorbereiten.