MMA Restliche Welt

MMA trifft Sumo: Irres Regelwerk bei Ganryujima

So könnte Ganryujima aussehen. (Montage: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Sie wollen die Begeisterung der Japaner für den Kampfsport neu entfachen: Die Organisatoren von „Ganryujima“, einer neuen japanischen Veranstaltungsreihe, haben ein verrücktes Regelwerk entwickelt, das MMA, K-1 und Sumo kombiniert. Auf einer Pressekonferenz in Tokio gaben sie am Montag erste Details für ihr Debüt am 28. Februar bekannt.

Die Kämpfe von „Ganryujima“ sollen auf einer Kampffläche stattfinden, die dem Sumo-Ring ähnelt: kreisrund, ohne Seile und auf einem Podest. Die Kampffläche wird von Wasser umgeben sein. Ein Weg zum Sieg führt darüber, den Gegner dreimal aus dem Ring ins Wasser zu stoßen, das ist dann ein technischer Knock-out.

Ansonsten kann ein Kampf nur durch Knock-out entschieden werden – sowohl im Stand als auch auf dem Boden. Sämtliche Wurftechniken aus Ringen und Judo sind erlaubt, doch auf dem Boden darf nur geschlagen werden. Aufgabegriffe sind nicht erlaubt, ebenso Kicks und Kniestöße zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners.

Die Kämpfer müssen MMA-Handschuhe anziehen und können wählen, ob sie MMA-Kleidung oder einen ärmellosen Gi tragen.

Das Regelwerk ist noch nicht endgültig beschlossen worden. Es wird noch überlegt, ob Kopfstöße und Ellenbogenstöße gestattet werden. Außerdem ist ungeklärt, wie lange ein Kampf dauern und ob es Runden geben wird.

Eine der Hauptfiguren bei „Ganryujima“ ist Sadaharu Tanikawa, der von 2003 bis 2012 die Geschicke von K-1 geleitet hat. Er ist Mitglied eines Komitees aus japanischen Kampfsportexperten, die die Veranstaltung organisieren, darunter der K-1-Superstar Masato und der ehemalige Profi-Wrestler und derzeitige Senator Hiroshi Hase.

Für 2015 sind vier Veranstaltungen geplant. Sie sollen von Fuji TV übertragen werden, einem Sender, der früher auch PRIDE FC ausstrahlte.