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Mauricio Rua im Interview

Mauricio Rua

Kurz nach seinem Kampf gegen Lyoto Machida nahm sich der frisch gebackene UFC Halbschwergewichtschampion Mauricio „Shogun“ Rua (19-4) Zeit, den Kollegen von Tatame.com ein Interview zu geben. In diesem verriet der Brasilianer einige interessante Hintergrundinformationen zum heiß erwarteten Rückkampf:

Guilherme Cruz: Wie ist der Kampf deiner Meinung nach verlaufen?

Mauricio Rua: Zuerst einmal bin ich sehr glücklich über das Ergebnis. Es war ein harter Kampf, aber ich konnte alles, was ich mir im Training hart erarbeitet hatte, umsetzen. Lyoto wollte mich unbedingt zu Boden bekommen, was ich zu verhindern wusste und deshalb den Kampf im Stand führen konnte.

Hättest du vor dem Kampf geglaubt, bereits in der ersten Runde den Kampf entscheiden zu können?

Das kann man nie sagen, ein Kampf ist unvorhersehbar. Man kann lediglich vermuten, wie der Kampf verlaufen könnte und sich dementsprechend darauf einstellen. Aber gerade in unserer Gewichtsklasse kann ein einziger Schlag entscheidend sein. Lyoto ist ein sehr erfahrener und zäher Kämpfer, was eine Prognose umso schwieriger macht.

Inwiefern hat dich der erste Kampf beeinflusst? Hat dich die Niederlage des letzten Kampfes sehr motiviert?

Der erste Kampf war sehr polemisch. Ich bin auf jeden Fall deutlich stärker und motivierter in diesen Kampf gegangen, denn ich wollte diesmal den Gürtel erobern, koste es was es wolle.

Was hat Dana (White) zu dir im Octagon nach dem Kampf gesagt?

Er hat mir gratuliert und mir ein großes Lob für meine Leistung ausgesprochen, da ich etwa sieben Wochen vor dem Kampf eine kleine Magenoperation hatte. Ich hatte eine Blinddarmentzündung und musste deshalb operiert werden. Es war eine Notall-OP und ich entschied mich, trotzdem zu kämpfen, obwohl mir Dana und der Doktor davon abgeraten hatten. Ich sagte ihnen, dass ich bis zum Kampf wieder in Ordnung sei und er sprach mir aufgrund meiner Einstellung, trotzdem zu kämpfen, ein großes Kompliment aus.

Wie sehr beeinflusste diese OP deine Trainingsvorbereitung?

Ich musste knappe zwei Wochen pausieren. Danach startete ich mit leichten Übungen, um einen Monat später ins harte Training einsteigen zu können.

Hattest du keine Bedenken, dass du im Laufe des Kampfes starke konditionelle Probleme bekommen könntest? Du hattest immerhin gute zwei Wochen deiner Trainingsvorbereitung verloren.

Nein, ich wusste, dass ich für diesen Kampf bereit war und ich konnte mich ja einige Zeit nach der OP erholen.

Sehr viele behaupten, dass du der beste Halbschwergewichtkämpfer aller Zeiten bist. Stimmst du ihnen zu?

Das denke ich nicht... Wanderlei (Silva) ist besser als ich. Er repräsentiert Brasilien bereits seit sehr vielen Jahren und war über einen langen Zeitraum in der Lage, gegen die Topkämpfer seiner Gewichtsklasse zu bestehen. Das können nicht gerade viele von sich behaupten.

Gegen wen wirst du als nächstes kämpfen? Gegen Randy oder gegen den Gewinner von Rampage/Evans?

Diese Entscheidung überlasse ich Dana. Egal gegen wen ich kämpfen werde, es wird ein harter Kampf. Sie sind alle sehr gute Athleten und ich werde weiter hart trainieren müssen, um meinen Titel verteidigen zu können.