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Mario Balotelli im Octagon?

Balotelli im UFC-Fieber? (Collage: dailymail.co.uk)

Eine allseits bekannte Sieger-Pose hätte er schonmal: Der italienische Fußballnationalspieler Mario Balotelli, der es im vergangenen Monat mit zwei spielentscheidenden Toren gegen die deutsche Mannschaft im EM-Halbfinale sowie seiner anschließenden "Jubel"-Pose zu einiger Popularität gebracht hat, ist offenbar ein glühender UFC-Fan.

Das gab der für den englischen Club Manchester City spielende Italiener nun in einem Interview mit der britischen Tageszeitung Daily Mail bekannt. Auf die Frage hin, was für einen Sport er gerne ausüben würde, falls es mit dem Fußball nicht geklappt hätte, antwortete Balotelli: "Ich wäre wahrscheinlich beim Ultimate Fighting gelandet. Ja, mir gefällt dieser Sport sehr."

Versierte Fußball-Fans düfte diese Aussage nicht großartig überraschen, denn der 21-Jährige Italiener hat des Öfteren gezeigt, Gegner gezielt auf den Boden bringen zu können – allerdings nicht mit einem technisch versierten Double-Leg-Takedown, oder einem spektakulären Trip, sondern meist mit Fouls der übelsten Sorte, die schon an Körperverletzung grenzen und nicht selten eine verdiente gelbe oder rote Karte nach sich gezogen haben.

Für extrem brutale Fouls bekannt: Balotelli. (Foto: dapd, Tim Hales )

Doch, sofern Balotelli seine potentiellen Gegner im Käfig nicht sofort auf die Matte bekommen sollte, wäre er wahrscheinlich auch im Stand noch bestens gewappnet, denn durch seinen Fußballer-Hintergrund müsste er, wenn man UFC-Kommentator Joe Rogan Glauben schenkt, superbe Leg-Kicks sowie sehr gute Beinarbeit besitzen.

Die technischen Voraussetzungen für einen sportlichen Neuanfang könnte Balotelli also theoretisch schon längst in sich haben, und auch außerhalb des Käfigs dürfte Balotelli im Falle einer Umorientierung hilfreiche Eigenschaften mitbringen: Eine polarisiernde Persönlichkeit, fast jegliche Arten von Kontroversen und die Staatsbürgerschaft in einem von der UFC als Expansionsgebiet angesehenen Land (Italien) würden Balotellis Karriere im Octagon sicherlich nicht schaden.

Sprüche wie „Wenn mich jemand mit einer Banane bewirft, werde ich ins Gefängnis gehen müssen, weil ich denjenigen umbringen werde“, würden sich in leicht abgewandelter Form sicher gut in allen Arten von Countdown-, Preview- oder Primetimeshows machen.

Mit voller Absicht: Versucht seinen Gegner mit dem gestreckten Bein zum Knie zu verkrüppeln: "Bad Boy" Balotelli. (Foto: Andy Hooper)

Ein nicht zu übergehendes Detail ist übrigens, dass der aus Palermo stammende Stürmer schon längst mit dem Training begonnen hat. Bereits im Jahr 2010 besuchten Balotelli und seine Kollegen von Manchester City die UFC-Kämpfer Miguel Torres und Fredson Paixao in Kalifornien, um einen Tag lang von ihnen gequält zu werden. Das Youtube-Video unserer Kollegen von InsideMMA gibt es hier.

Können die deutschen Fußballfans unter uns jetzt also schadenfroh darauf spekulieren, dass Balotelli irgendwann auf dem Spielfeld der UFC die späte Quittung für die beiden Tore im EM-Halbfinale bekommen wird? Wohl eher nicht. Mit der Aufgabe den Titel in der Premier League in der neuen Saison zu verteidigen, sollte er geringstenfalls noch mindestens ein Jahr lang vollends beschäftigt sein und auch danach ist es wohl nicht sehr wahrscheinlich, dass wir den Stürmer allzu bald irgendwo innerhalb eines Käfigs sehen werden.

Doch wer weiß, vielleicht wird Balotelli ja wirklich mit stoischem Blick und angespanntem Oberkörper demnächst am Octagon zu sehen sein - die Chance dazu bietet sich bereits am 29. September dieses Jahres an, wenn die UFC nach England (Nottingham) kommt (GnP berichtete).