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Lizenz verweigert: Robert Drysdale mit erhöhten Testosteronwerten

Robert Drysdale bekam keine medizinische Freigabe für seinen Kampf bei UFC 167.

Robert Drysdales UFC-Debüt muss warten. Wie am Montag bekannt wurde, bekam der BJJ-Schwarzgurt von der Sportkommission Nevadas keine medizinische Freigabe für seinen Kampf gegen Cody Donovan am 16. November bei UFC 167, da ihm erhöhte Testosteronwerte nachgewiesen werden konnten.

Durch eine Blutprobe stellte man bei Drysdale ein Verhältnis von Testosteron zu Epitestosteron von 19,4:1 fest. Ein normaler Mensch hat ein T/E-Verhältnis von 1:1, aufgrund von natürlichen Schwankungen toleriert die Sportkommission aber auch Werte bis 6:1. Drysdales T/E-Verhältnis war dreimal so hoch wie die Toleranzgrenze. Außerdem wurde der 32-Jährige auf verschiedene Steroide getestet. Die Tests fielen allesamt negativ aus.

Eine Strafe wurde zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verhängt. Drysdale sollte ursprünglich bei UFC 163 kämpfen, musste den Kampf aber wegen einer Staphylokokkeninfektion absagen. Im Vorfeld meldete er eine Testosteron-Ersatztherapie (TRT) an, bekam jedoch nie eine Freigabe zur Anwendung der im Sport umstrittenen Behandlung. Als Grund für die Notwendigkeit der Behandlung gab Drysdale an, unter Hypogonadismus zu leiden – einer Funktionsstörung der Hoden, die zu Testosteronmangel führt.

Mit einer TRT-Erlaubnis dürfen Kämpfer in der Wettkampfvorbereitung Testosteron-Spritzen empfangen, um ihr T/E-Verhältnis auf ein normales Level zu bekommen. Welche Konsequenzen die UFC aus Drysdales erhöhten Werten ziehen wird, bleibt abzuwarten.

UFC 167 findet am 16. November in Las Vegas, Nevada statt. Im Hauptkampf der Jubiläumsshow wird Georges St. Pierre seinen UFC-Weltergewichtstitel gegen Johny Hendricks aufs Spiel setzen.