MMA Restliche Welt

Le Banner, Kawajiri und Karakhanyan mit Punktsiegen

Die MMA-Portion des traditionellen Neujahrs-Events in Japan ist vorüber. In der Saitama Super Arena von Tokio gaben sich neue Talente und alte Veteranen die Ehre. Der Bericht zu DREAM.18:

Jerome Le Banner vs. Koichi Pettas
Zusätzlich zum MMA-Event bot Dream hier einen K-1-Bonusfight. Pettas hatte von Beginn an keine Chance gegen K-1-Veteran Le Banner, der dem Japaner immer wieder clever die Wege abschnitt, ihn verfolgte und mit Kombinationen eindeckte. Im dritten Durchgang streckte er Pettas mit einer harten Führhand zu Boden, der Japaner war sofort K.o.

Tatsuya Kawajiri vs. Michihiro Omigawa
Im MMA-Hauptkampf des Abends setzte sich Tatsuya Kawajiri deutlich gegen Michihiro Omigawa durch, indem er den Kampf in jeder der drei Runden zügig zu Boden brachte und dort kontrollierte. Im zweiten und dritten Durchgang gelang ihm jeweils fast ein Sidechoke, Omigawa konnte den Aufgabegriff jedoch immer wieder verteidigen. Am Punktsieg Kawajiris bestand nach drei Runden dennoch kein Zweifel.

Hiroyuki Takaya vs. Georgi Karakhanyan
Karakhanyan bestimmte die erste Runde mit klaren Treffern im Stand und, nach einem Takedown, Kontrolle am Boden. In der zweiten Runde konnte Takaya ein wenig Druck machen und Karakhanyan in der Luft, während eines Flying Knee-Versuchs, mit einer Rechten abfangen. Schon im dritten Durchgang war der gebürtige Armenier jedoch wieder zurück und landete knackige Schlagkombinationen und Kicks. Nach drei Runden war der Sieger daher eigentlich klar, dennoch wertete einer der drei Punktrichter den Kampf für Takaya – ein Raunen ging durchs Publikum. Karakhanyan störte es nicht, er heimste in seinem DREAM-Debüt den ersten Sieg in der japanischen Organisation ein.

Shinya Aoki vs. Antonio McKee
Ein Kampf mit einem seltsamen Ende. Nachdem Aoki einen rechten Schwinger landen konnte, brachte er McKee zu Boden und attackierte dort wie gewohnt mit Submissions. McKee konnte alle davon verteidigen und schließlich aufstehen, der Referee winkte auch Aoki nach oben. Erneut gelang dem japanischen Submissionspezialisten der Takedown, doch McKee schaffte es in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs landete Aoki erneut dieselbe Rechte wie in Runde eins. McKee drehte sich weg und versuchte, sofort am Seil zu tappen. Der Kampf wurde wenig später gestoppt.

Bibiano Fernandes vs. Yoshiro Maeda
Maedas Ziel war es natürlich, das Gefecht gegen Submission-Spezialist Fernandes im Stand zu halten – was allerdings nicht gelang. Fernandes beförderte Maeda zügig per Double-Leg Takedown zu Boden und sicherte sich sofort den Rücken. Zwar konnte Maeda einen Rear-Naked Choke-Angriff abwehren und sich in die Guard von Fernandes drehen, der machte den Sack aber kurz darauf mit einem Triangle Choke zu. Maeda tappte nicht, also ging er schlafen.

Melvin Manhoef vs. Denis Kang
Wenige Tage nachdem Manhoef seinen Teamkollegen Ismael Londt beim Superkombat World Grand Prix Final betreut hat, stieg er hier gegen Denis Kang in den Ring – und beendete seinen Auftritt fix. Nachdem er Kang mit einem linken Haken erwischt hatte, marschierte der vorwärts, landete einige Treffer, musste im Clinch aber ein Knie zum Körper nehmen, das ihn praktisch aushob. Kang ging zu Boden, Manhoef setzte nach und der Referee ging dazwischen.

Hayato Sakurai vs. Phil Baroni
Baroni wollte sich für diesen Kampf wieder mehr auf sein Ringen verlassen und tat das auch, brachte Sakurai nach kurzer Zeit im Clinch am Seil per Trip zu Boden. Dort tat er allerdings praktisch nichts mehr und kassierte von Sakurai aus der Unterlage mehr Treffer, als er selbst aus der Oberlage austeilen konnte.

Im zweiten Durchgang war es Sakurai, dem mit einer Art Judo-Hüftwurf der Takedown gelang. Zwar gelangte Baroni schnell erneut in die Oberlage, tat dort aber wieder praktisch gar nichts.

Im dritten Durchgang wollte es der "New York Badass" daher Wissen und suchte offenbar das Finish im Stand – doch auch doch hatte Sakurai nun größtenteils die Nase vorn, weil Baroni zusehends die Puste auszugehen schien. Nach drei Runden hieß der einstimmige Punktsieger daher: Hayato „Mach“ Sakurai.

Marloes Coenen vs. Fiona Muxlow
Muxlow war kurzfristig gegen die starke Holländerin Coenen eingesprungen. Keine gute Idee, Coenen attackierte mit punktgenauen Schlägen und harten Kniestößen, bevor der Kampf auf dem Boden endete. Zwar hat auch Muxlow dort ihre Stärke, konnte gegen die Submission-Artistin aus dem Golden Glory-Gym jedoch nichts ausrichten. Nach einigem Ground and Pound versuchte sich Coenen an einem Armbar, den Muxlow verteidigen konnte. Coenen wechselte sofort zu einem Triangle Choke, auch den konnte Muxlow noch abwehren, bevor sie schließlich doch in einem Armstreckhebel klopfen musste.

Satoru Kitaoka vs. Will Brooks
Newcomer Brooks hatte im Opener des Abends wenige Probleme mit dem erfahrenen Kitaoka, und konnte im achten Profi-Kampf den achten Sieg einfahren, indem er den Japaner im zweiten Durchgang  per Ground and Pound finalisieren konnte.

Die Ergebnisse des Abends im Überblick:

DREAM.18 - GLORY 4 NYE Special
31. Dezember 2012
Saitama Super Arena in Saitama, Japan

K-1
Jerome Le Banner bes. Koichi Pettas via K.o. in Rd. 3

MMA
Tatsuya Kawajiri bes. Michihiro Omigawa einstimmig nach Punkten
Georgi Karakhanyan bes. Hiroyuki Takaya geteilt nach Punkten
Shinya Aoki bes. Antonio McKee via Submission (Schlag) in Rd. 1
Bibiano Fernandes bes. Yoshiro Maeda via Triangle Choke in Rd. 1
Melvin Manhoef bes. Denis Kang via K.o. in Rd. 1
Hayato Sakurai bes. Phil Baroni einstimmig nach Punkten
Marloes Coenen bes. Fiona Muxlow via Armbar in Rd. 1
Will Brooks bes. Satoru Kitaoka via TKO in Rd. 2