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Kurt Angle sollte bei „TUF 10“ antreten

Kurt Angle (Foto via wrestlingx.net)

1996, Atlanta, wir sind bei den Olympischen Sommerspielen in der Coca-Cola-Stadt. Hier hat Kurt Angle sein Meisterstück abgeliefert. Er wurde Olympiasieger im Freistilringen im Schwergewicht, das alles mit einer Nackenverletzung, einer Verletzung, die ihm später noch oft Probleme bringen sollte. In Atlanta hat er sich zur Legende gemausert. Danach wollte der Amerikaner das große Geld machen und wagte den Schritt zum Profi-Wrestling, genauer gesagt ging es zu World Wrestling Entertainment. Legendäre Matches, Titel ohne Ende und immer wieder große Verletzungen charakterisierten die Profi-Wrestling-Laufbahn des Weltmeisters von 1995. Eine dieser Verletzungen verursachte auch das Ende seiner WWE-Karriere. Danach ging es zu TNA, der zweitgrößten Organisation auf amerikanischen Boden. Auch hier bot sich ein ähnliches Bild. Immer wieder wurden Gerüchte laut, das er bei einem weiteren großen Fall für immer in den Rollstuhl müsste. Umso erstaunlicher, dass er trotzdem immer noch so erfolgreich ist.

Wir befinden uns im Jahr 2009. „The Ultimate Fighter 10” steht an. Dieses Mal wartet ein UFC-Vertrag auf eines der Schwergewichte. Mit dabei waren unter anderem Kevin Ferguson alias Kimbo Slice und der IFL-Veteran Roy Nelson. Auch Kurt Angle sollte mit an Bord sein. Ein Vertrag war schon ausgearbeitet, doch der medizinische Test sorgte für das Ende des MMA-Traums des 42-Jährigen. Bei seiner Verletzungsgeschichte sicher keine Überraschung. Damit konnte er auch nicht einem alten Kollegen folgen, der inzwischen zu einem der Top-Stars der Organisation geworden ist. Gemeint ist Brock Lesnar, mit dem er sich während seiner Zeit bei World Wrestling Entertainment denkwürdige Matches geliefert hat.

Warum wurden diese Infos jetzt erst publik? Kurt Angle hatte sich mehrfach darüber geäußert, dass ihm von der UFC ein Pay-Per-View-Kampf angeboten worden sei. Dana White kommentierte, dass dies nicht richtig wäre. Er wollte dem Olympiasieger die gleiche Chance geben wie auch Kimbo Slice – sich einen Vertrag bei „TUF 10“ zu erkämpfen. Nicht aber ging es darum, beide bei einer PPV-Veranstaltung gegeneinander antreten zu lassen, auch wenn dieser Kampf wahrscheinlich neue Rekorde aufgestellt hätte.

Kurt Angle war und ist ein großer Ringer, aber er ist auch einer, der genau weiß, wie er die Medien nutzen kann. So flirtete er in der Vergangenheit oftmals mit einer MMA-Karriere und sorgte jedes Mal für große Schlagzeilen. Sein letzter Schachzug ist die Ankündigung, sich nochmal bei den Olympischen Spielen messen zu wollen. Dafür müsste er sich in den USA für die Spiele in London 2012 qualifizieren. Ein Unterfangen, das aufgrund seines lädierten Körpers und seines hohen Alters zumindest schwierig, wenn nicht unmöglich ist.