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Keine Sperre für Nate Marquardt!

Nate Marquardt (Foto via mmamania.com)

Nate Marquardt erhielt am gestrigen Abend "grünes Licht“ von der Pennsylvania State Athletic Commission (PSAC), der Sportaufsicht des US-Bundesstaats Pennsylvania, und darf so mit sofortiger Wirkung wieder in den Ring steigen.

Marquardt, der vor gut drei Wochen nach einer kurzfristigen Sperre durch die Sportbehörde und daraus resultierenden Kampfabsage nur einen Abend vor dem Event aus der UFC entlassen wurde (wir berichteten), zeigte sich sichtlich erleichtert und richtete einige Worte an seine Fans:

„Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir in dieser schwierigen Zeit zur Seite standen und an mich geglaubt haben. Es war wirklich nicht einfach. Ich möchte jetzt niemanden die Schuld geben, wir haben alle einen gewissen Teil dazu beigetragen. Es war einfach sehr hart für mich, aber gleichzeitig wusste ich, dass alles gut werden wird. Ich bin eine starke Person und danke Gott dafür. Zudem wussten wir auch, dass meine Suspendierung aufgehoben werden wird, da wir mit Greg Sirb (Vorsitzender der Sportaufsicht, Anm. d. Red.) bereits im Vorfeld gesprochen hatten und er uns sagte: Schaut, wir müssen lediglich eine Anhörung und ein offizielles Zusammentreffen arrangieren, um dir eine Freigabe gewähren zu können.“

Auch an seine Kritiker richtete der frühere UFC-Mittelgewichtstitelanwärter noch einige Worte:

„Es war ganz schön hart für mich, als mich die UFC entließ, aber einige Kämpfer scheinen es sehr cool zu finden sich dadurch zu profilieren. Es ist einfach nicht die feine Art über jemanden Häme zu ziehen, der bereits schon auf dem Boden liegt und Sprüche zu klopfen. Es war wahrhaftig die schlimmste Zeit meiner Karriere und einige Kämpfer haben da nichts besseres zu tun als mich einen Betrüger schimpfen und irgendeinen Blödsinn zu erzählen."

In einem Interview mit den Kollegen von mmajunkie.com nennt Marquardt seine “Peiniger“ dann auch bei ihren Namen:

„Du weißt ganz genau welche Kämpfer ich damit meine! Solche Leute wie Ben Askren, B.J. Penn, Paul Daley, Hector Lombard, die einfach feige sind und hinter meinem Rücken irgendeine Scheiße erzählen, um sich selber zu profilieren und sich darzustellen! Sie stellen für mich einfach diese Art von Typen dar, denen ich mal sehr gerne so richtig eine in die Fresse hauen möchte!“

Aufgrund eines chronischen Testosteronmangels hatte sich Marquardt im Vorfeld zu UFC on Versus 4 einer Hormontherapie unterzogen. Nur einen Tag vor der Veranstaltung erhielt er von der Sportbehörde Pennsylvanias aufgrund erhöhter Testosteronwerte keine Kampffreigabe. Marquardt sollte den Hauptkampf gegen Rick Story bestreiten und musste innerhalb von nur einem Tag ersetzt werden. Die UFC entließ Marquardt daraufhin fristlos.